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NWZonline.de Region Bremen

Mehrheit der Muslime ist gegen den Salafismus

06.09.2019

Bremen Der Salafismus gilt als Nährboden für gewaltbereite Jihadisten. Doch nur die wenigsten Muslime sind Salafisten. Und: Es existiert ein „immenser Fundus an innermuslimischer Islamkritik“. Das ist eine zentrale Aussage der Doktorarbeit des Bremer Islamwissenschaftlers Hazim Fouad, der seit acht Jahren wissenschaftlicher Mitarbeiter des Landesamts für Verfassungsschutz ist. Die Ergebnisse seiner 362-seitigen Arbeit mit dem Titel „Zeitgenössische muslimische Kritik am Salafismus. Eine Untersuchung ausgewählter Dokumente“ präsentierte Fouad am Donnerstag mit Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) und dem Leiter des Bremer Landesamts für Verfassungsschutz, Dierk Schittkowski.

Der Salafismus werde aus der eigenen Community theologisch, islamrechtlich, historisch und soziologisch kritisiert. Und laut Fouad gibt es lautstarke Kritiker, die über Bücher, Predigten, Aufsätze und Videovorträge versuchen, dem Salafismus etwas entgegenzusetzen. Doch steht dem Salafismus keine geeinte Kritikerfront gegenüber. Das Spektrum reicht von liberal-modernen bis zu ultra-konservativen Gegenpositionen.

Salafismus ist eine fundamentalistische Auslegung der islamischen Religion. Sie verfolgt politische Ziele, die gemessen am Grundgesetz als extremistisch und verfassungsfeindlich zu bezeichnen sind. Alle, die nicht das salafistische Islambild teilen, sind aus Sicht der Salafisten keine richtigen Muslime oder gar Abtrünnige. Laut Fouad beträgt der Anteil der Salafisten unter den Muslimen in Deutschland nur 0,2 Prozent.

„Hazim Fouad hat Pionierarbeit geleistet“, sagt Schittkowski. Mäurer ergänzt: „Letztlich stellt die Doktorarbeit von Hazim Fouad einen weiteren Beleg dafür da, dass nicht ‚der Islam‘ dem Westen feindlich gegenübersteht.“ Vielmehr stünden überall demokratisch gesinnte Menschen Extremisten gegenüber.

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