BREMEN - Die Linke in Bremen hat sich für die politische Arbeit in der Bremischen Bürgerschaft aufgestellt. Am Montag wurde der neue Fraktionsvorstand präsentiert. In einer gleichberechtigten Doppelspitze sollen Monique Troedel und Peter Erlanson die Parteigeschicke leiten. Zur Stellvertreterin wurde die jüngste Bürgerschaftsabgeordnete Sirvan Cakici gewählt. Neben Migrationspolitik will sich die 26-Jährige auch um Kinder- und Jugendthemen kümmern.
„Mit der Wahl der Doppelspitze haben wir auch für die Bundespartei etwas vorgemacht“, meint Erlanson. Der 48-Jährige will auch künftig eine halbe Stelle im Betriebsrat des Klinikums Links der Weser behalten, dies sei er den Angestellten, die ihn gewählt hätten, schuldig.
Gemeinsam mit der noch parteilosen Monique Troedel wurde er einstimmig zum Fraktionsvorsitzenden gewählt. Troedel wird sich nach eigenen Angaben Ende des Jahres für einen Beitritt zur Linken entscheiden – „dann endet meine aktive Gewerkschaftsarbeit“. Seit mehr als 35 Jahren engagiert sie sich auf Gewerkschaftsseite für Arbeitsmarkt- und Gleichstellungspolitik. In letzterem Punkt sieht sie auch noch Verbesserungspotenzial bei den Linken: „Ich will die Partei liebens- und lebenswert für Frauen machen.“
Neben der Doppelspitze im Fraktionsvorstand hätte die Linke auch gern ein Duo als Fraktionsgeschäftsführer bestellt. „Ob das rechtlich geht, wird derzeit überprüft“, so Erlanson. Die junge Partei will keinesfalls doppelte Gehälter einstreichen, sondern in ihrem Selbstverständnis „viel Arbeit auf vielen Schultern verteilen“. Auch an ersten Anträgen feilen die Linken derzeit.
