Bremen - Frauen in bunten Kostümen, Flügeln und Federn. Dahinter Stelzenläufer: Schnäbel auf dem Kopf und eine Sonne mit Gesicht, Stelzenart geht vorne weg beim Freimarktumzug am Samstag und schafft südländisches Karnevalsfeeling. Rund 170 000 Zuschauer sehen am Sonnabend den Freimarktsumzug mit 144 Gruppen und etwa 3900 Teilnehmern.
Auf dem Marktplatz und an der weiteren Strecke zum Hauptbahnhof ist es voll. Vorne stehen kleine Kinder und sammeln Bonbons auf.
Zu Pferd, mit Pickelhaube und Trompeten, zieht das Reiterfanfarenkorps Visbek in historischen Uniformen vorbei. Dahinter fährt eine Kutsche mit der „Miss Freimarkt“ Frederieke Karpinski.
Die Adelheider warten mit einem großen, blauen Mann mit Ohrring vor dem Wagen auf. Ihr Thema: „1001 Nacht“. Auf dem Wagen: eine goldene Kanne, eine Burg mit Zwiebeltürmen und eine Schatzkiste mit Goldmünzen. Männer und Frauen tragen edle Stoffgewänder, Kopftücher und Goldschmuck. Sie gewinnen den ersten Platz als bester Festwagen.
Menschen mit Pusteblumenkrone werfen Süßigkeiten in die Menge. So läuft die GGV Ganderkesee mit dem Motto „Happy feet mit dem Löwenzahn in Bremen unterwegs“ im Umzug. Sie holt den ersten Platz als beste Laufgruppe.
Die Bremer Unicyler kommen als Gottesanbeterin in Ganzkörperkostümen zu Fuß und auf dem Einrad. Ein Schild erklärt, was los ist: „Die Gottesanbeterin hat ein Rad ab und bewirbt sich als fünfter Stadtmusikant.“ Die Unicycler kommen auf den zweiten Platz bei den Fußgruppen.
Der Freundeskreis Bassen-Schaphusen zeigt die Geschichte von Robin Hood mit Galgen, der Burg von Nottingham samt Prinzessin, Räuberlager mit Braten am Spieß und einem Pranger. „Wir haben zwölf Wochen daran gebaut“, sagt Arne Madtfeld. Das hat sich gelohnt: Platz zwei unter den besten Wagen.
