BREMEN - BREMEN/GN - Die Feuerwehr fiel damals aus allen Wolken, als „ihre Feuerwehrstraße“, die Große Hundestraße in Bremens City, überdacht werden sollte und hatte heftige Sicherheitsbedenken, erinnert sich Heinz Bömers, Mitinitiatitor der Lloyd-Passage, noch gut. Längst sind die Bedenken überwunden, die Passage ist 15 Jahre alt und Bremens „heimliche Hauptstraße“.

„Es war eine traurige Gasse, eine Schande für die Stadt“, erzählt Heinz Bömers weiter. Dagegen wollten die anliegenden Geschäftsleute etwas tun. Bömers erinnert sich an heiße Diskussionen, zwölfstündige Sitzungen, rauchende Köpfe. Schließlich, so Galeria-Kaufhof-Chef Peter Schneider, war die Überdachung von zwei öffentlichen Straßen durch eine private Interessengemeinschaft – damals bundesweit einmalig – perfekt. Sechs Jahre wurde geplant und gebaut. Der Grundstein wurde am 18. Dezember 1987 gelegt. Im Frühjahr vor 15 Jahren feierte Bremen die Eröffnung der silbergrauen Stahlkonstruktion mit dem 14 Meter hohen Glasdach des Architektenbüros Rhode, Kellermann, Wawrowsky.

Laut Karstadt-Geschäftsführer Wagner strömen täglich zwischen 50 000 und 60 000 Menschen („ab November die vierfache Zahl“) durch die Lloyd-Passage mit ihren 25 Geschäften und 1 500 Beschäftigten. Wagner: „Die Passage hat der Obernstraße den Rang abgelaufen.“ Peter Schneider betonte: „Bis heute ist die Lloyd-Passage Vorreiter und Vorbild für zahlreiche ähnliche Projekte, nicht nur in Deutschland. Bis aus Japan kommen Interessenten, um bei den Bremern zu lernen.

15 Tage feiert die Lloyd-Passage ihren 15. Geburtstag mit diversen Aktionen. Unter anderem ist eine 17-tägige Kreuzfahrt mit der „Astoria“ von Transocean zu gewinnen.