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NWZonline.de Region Bremen

Bremen unterm Buchdeckel

18.12.2018

Bremen Nur noch wenige Tage bis Weihnachten – und es fehlen Geschenke? Wie wäre es zum Beispiel mit. . . einem Buch? Das sind diese analogen Dinger, bei denen sich das Geschehen nicht auf dem Display, sondern in der Vorstellungswelt des Nutzers abspielt – klingt unglaublich, hat sich aber bewährt. Und deshalb hier ein paar Hinweise auf neue Bücher mit Bremen-Bezug.

Bremischer als im „Bremischen Jahrbuch“ geht es nicht. Staatsarchiv und Historische Gesellschaft haben jetzt den 97. Band vorgelegt. Einmal mehr finden sich auf 350 Seiten Beiträge über aktuelle Forschungen zur Geschichte der Hansestadt. Professor Konrad Elmshäuser, Direktor des Staatsarchivs, beschäftigt sich zum Beispiel mit der Vermessung der Neustadt im Juni 1618. Mit dieser Vermessung durch den niederländischen Ingenieur Johan van Valckenburgh (etwa 1575 bis 1625) begann das Riesenprojekt einer Anlage „eines neuen Festungsgürtels und Stadtteils auf dem linken Weserufer“, wie Elmshäuser schreibt.

Er macht dabei aufmerksam auf die Verbindung von „Kriegsgefahr und Stadtentwicklung“. Denn das Großprojekt Neustadt bot Bremen Sicherheit im aufkommenden Dreißigjährigen Krieg.

Weitere Beiträge im „Bremischen Jahrbuch“ beschäftigen sich unter anderem mit Wandbemalungen im Dom zur Karolingerzeit (Henri Hoor), mit einer Knabenerziehungsanstalt des 19. Jahrhunderts (Dr. Thomas Elsmann), mit der Rundfunkpolitik von Bremens Nachkriegsbürgermeister Wilhelm Kaisen (SPD, 1887 bis 1979; Autor hier: Professor Peter von Rüden). Der Schriftsteller und Literaturfachmann Johann-Günther König schreibt über Bremer Autoren des 19. und 20. Jahrhunderts – ein Aufsatz, in dem endlich einmal Rudolf Lorenzen (1922 bis 2013, „Alles andere als ein Held“) ausführlich gewürdigt wird. Der Band ist im Selbstverlag des Staatsarchivs erschienen. Es kostet 30 Euro.

„Geschichten aus dem alten Oberneuland“ versammelt der gleichnamige Band von Ruth Elisabeth van Beeck, den die Edition Falkenberg in feiner Ausstattung vorlegt (112 Seiten, Preis: 12,90 Euro).

Innen ein Lesebändchen, außen ein Umschlag, der an Insel-Bücher erinnert. Der Inhalt ist durch und durch von früher – und genau das macht den Charme aus. Die in einem Hoch-Platt-Gemisch notierten Oberneulander Geschichten stammen aus alten Zeiten. Es handelt sich um den Nachdruck einer Ausgabe von 1981. Tonfall: „Wer Oberneuland kennt, dem braucht man es nicht zu beschreiben, und wer es nicht kennt, der ist eigentlich zu bedauern.“

Im vierten Band der Wümme-Krimiserie von Katrin Steengrafe und Dieter Grohnfeldt arbeiten die Ermittler viel im Bremer Osten. Andere Teile der Geschichte um Großbaustellen, Leiharbeit und Abrechnungsbetrug spielen in Rotenburg. „Wesergold“ (220 Seiten, Preis: 9,90 Euro) ist in der Edition Falkenberg erschienen.

Ahausen bei Rotenburg ist die Spezialität der Autorin Jutta Michels – und Romane nach wahren Begebenheiten sind ihr Metier. Nun erscheint „Fahrendes Volk“ (Schünemann-Verlag, 260 Seiten, Preis: 16,90 Euro). Diesmal geht die literarische Reise ins ausklingende 19. Jahrhundert, in die Welt des Freimarkts und der Schausteller. Zudem geht es um einen Mordfall in Ahausen. Und so ist der Roman zugleich ein Buch über die Anfänge moderner Polizeiarbeit.

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