• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
Stichwahlen in drei Gemeinden entschieden
+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 29 Minuten.

Wahlen In Westerstede, Rastede Und Molbergen
Stichwahlen in drei Gemeinden entschieden

NWZonline.de Region Bremen

Fleiß und Ordnung im 19. Jahrhundert

30.04.2019

Bremen Drei Bienen über dem Bremer Schlüssel – für ein paar Jahre Bremens Wappen: Nämlich in der „Franzosenzeit“ zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als Bremen zu Napoleons Kaiserreich gehörte. Am 18. Dezember 1810 hatte die „Franzosenzeit“ in Bremen begonnen. Zum 1. Januar 1811 gründeten die Franzosen dann das „Département des Bouches du Weser“, das Departement der Wesermündungen.

Bremen war die Hauptstadt dieser Verwaltungseinheit, die in vier Arrondissements unterteilt wurde und weit mehr als das Stadtgebiet umfasste – nämlich auch Oldenburg (mit Delmenhorst), Nienburg (mit Bassum, Hoya und Sulingen) und Lehe (mit Vegesack, Dorum und Osterholz). Eine frühe Version der Metropolregion, wenn man so will. . . Eines der vier Arrondissements war Bremen selbst („Brême“), wozu die Franzosen der Einfachheit halber aber auch Achim und Verden, Lilienthal und Ottersberg, Syke und Rotenburg zählten.

An der Spitze des Departements stand ein Präfekt, bis fast zum Schluss war es der Reichsgraf Philipp Karl Graf von Arberg (1776 bis 1814), ein früher Kammerherr Napoleons. Der Präfekt residierte zunächst am Domshof und später dann im schönen Eschenhof an der Domsheide. Der Eschenhof stand da, wo später – nämlich: 1878 – die Kaiserliche Post errichtet wurde, in der heute ja die katholische St.-Johannis-Schule zu finden ist.

Schild mit goldenem Kranz und drei goldene Bienen im roten Schildhaupt – so sahen sie aus, die Wappen, die Napoleon für die „Bonnes villes de l’Empire français“ („Gute Städte des französischen Kaiserreichs“) eingeführt hatte. Und so kamen die Bienen des französischen Herrschers über den Bremer Schlüssel. Ging es bei Napoleon zu wie im Bienenkorb? Nun, in der Heraldik symbolisieren Bienen Fleiß und Ordnung. Apropos Ordnung. Die Franzosen änderten einiges, das Steuersystem. Die Handwerkszünfte wurden abgeschafft. Die Handelskammer durfte sich nur noch um Handel und Schifffahrt kümmern. Den Sitz der Kammer, das Haus Schütting, machten die Franzosen zum „Palais de Justice”.

Doch Napoleons Ära endete, die Befreiungskriege tobten. Die Bremer „Franzosenzeit“ dauerte bis zum 26. Oktober 1813. Der badische Politiker Friedrich Karl Freiherr von Tettenborn (1778 bis 1845) war am 15. Oktober als russischer Generalmajor in Bremen eingezogen. Hier nahm er die Kapitulation der französischen Besatzungsmacht entgegen. Nach der Niederlage in der Völkerschlacht bei Leipzig verließen die Franzosen die Stadt. Tettenborn kehrte Anfang November nach Bremen zurück.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.