BREMEN - BREMEN - Die Betriebsräte der kommunalen Bremer Kliniken haben sich verständigt: Thomas Hollnagel, der Vorsitzende des Betriebsrates vom Klinikum Bremen-Mitte (KBM), und Peter Erlanson, Vertreter des Klinikums Links der Weser (LdW), präsentierten gestern die Einigung auf einer gemeinsamen Pressekonferenz.

Kernpunkt der Einigung: Der Betriebsrat von Mitte positioniert sich gegen die private Finanzierung des Neubaus am Standort St. Jürgen-Straße. Das seit einigen Jahren vom Betriebsrat mit vertretene „PPP“-Modell einer Partnerschaft mit einem privaten Investor hatten die anderen Betriebsräte als Einfallstor für eine generelle Privatisierung der Kliniken gefürchtet und daher abgelehnt.

Zweiter Punkt der Einigung: „Die vier Krankenhäuser dürfen nicht zu einem Einheitsbetrieb verschmolzen werden.“ Die drei kleineren Kliniken in Nord, Ost und Links der Weser hatten Angst, in diesem Falle unter die Räder des großen Klinikums Mitte zu geraten. Das Papier, auf das die Betriebsräte sich verständig haben, geht noch weiter: „Zentralisierungen dürfen nur da erfolgen, wo sie nachgewiesenermaßen sinnvoll sind.“ Im Bereich der Küche – auf dem Gelände St.-Jürgen-Straße wird gerade eine riesige Großküche gebaut – sei dieser Nachweis bisher nicht erfolgt, erläuterte Lothar Schröder vom Klinikum Bremen-Ost.

Auch die Verschmelzung der drei Betriebsräte zu einem lehnen die Vertreter der Kliniken ab: Die Betriebsräte würden auch die Interessen ihrer Häuser vertreten, erläuterte Schröder. Hollnagel vom KBM ergänzte, ein riesiger Einheits-Betriebsrat sei schlicht nicht arbeitsfähig. Die eigene Identität der Häuser müsse durch die Holding gestärkt und gewahrt werden, so die Betriebsräte.