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NWZonline.de Region Bremen

„Notfallversorgung nicht gefährdet“

14.02.2020

Bremen Müssen Patienten Sorge haben, im Notfall nicht in einem Krankenhaus der Hansestadt aufgenommen zu werden? „Nein“, sagt Karen Matiszick, Sprecherin der Klinik-Gesellschaft Gesundheit Nord (Geno), dem Dachverband der vier kommunalen Bremer Kliniken, zu dem Eindruck, der bei einem Bericht des NDR-Magazins „Panorama 3“ entstanden ist.

„Notfälle müssen immer aufgenommen werden“, betont Matiszick auf Nachfrage. Sie räumt aber ebenso ein, dass die Geno-Intensivstationen mit ihren 170 Betten „extrem ausgelastet“ seien und in Kliniken grundsätzlich Personalmangel herrsche. Dennoch: „Weder die Notfallversorgung noch die Versorgung von intensivpflichtigen Patienten ist in Bremen gefährdet.“

Fehlendes Personal auf Intensivstationen führe zu Engpässen in der Notfallversorgung, auch in Bremen, so das Magazin. Es beruft sich auf das Meldesystem „Ivena“. In den vier Monaten am Jahresende hätten sich die insgesamt sieben Bremer Intensivstationen in 66 Prozent der Gesamtzeit abgemeldet.

„Abgemeldet“, das ist das Stichwort der Geno-Sprecherin. „Ivena“ sei in erster Linie ein Steuerungsinstrument. Die Kliniken meldeten ihre Kapazitäten, die Rettungsleitstelle sehe, wo es Platz gebe. Abmelden könnten sich die Häuser allerdings nicht, sagt Matiszick. Auch wenn „Ivena“ überall „Rot“ anzeige: „Notfälle müssen versorgt werden.“ Prinzipiell werde auch das geeignete Fachkrankenhaus angefahren. Im Prinzip – denn wie Leser aus eigener Erfahrung berichten, landet eine Patientin mit Herzinfarkt durchaus in einem anderen Krankenhaus als im zum Beispiel spezialisierten Klinikum Links der Weser. Ja, sagt Matiszick, wenn der Gesundheitszustand das zulasse und die angestrebte Klinik überlastet sei, könne das vorkommen.

Die Geno-Sprecherin räumt ein, dass Fachkräftemangel, Personalschlüssel (auf der Intensivstation tagsüber maximal 2,5 Patienten pro Pflegekraft, in der Nachtschicht 3,5 Patienten/Pflegekraft) und der 24-Stunden-Betrieb eine große Herausforderung für Krankenhäuser seien.

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