BREMEN - Die neuen Behandlungsmöglichkeiten in der modernen Medizin erfordern neue Wege in der postoperativen Versorgung. Am Klinikum Links der Weser (LdW) wurde daher im Laufe eines Jahres eine neue „Intermediate Care-Station“ (IMC) errichtet. Sie fungiert nach Angaben der Klinik-Holding Gesundheit Nord (Geno) für die Herzpatienten der Klinik für Kardiologie und Angiologie als Bindeglied von Intensiv- und Normalstation.

Die IMC ist für Patienten konzipiert, deren Erkrankung zwar einen hohen Betreuungs- und Überwachungsaufwand verursacht, die allerdings nicht intensivmedizinisch versorgt werden müssen, also beispielsweise nicht auf künstliche Beatmung angewiesen sind, wie eine Geno-Sprecherin ausführte. Auf einer Fläche von rund 900 Quadratmetern und in elf Zimmern können bis zu 28 Patienten gleichzeitig überwacht und versorgt werden. Auch architektonisch war der Bau eine Herausforderung. Auf ein bereits bestehendes Gebäude wurde eine mehr als 80 Tonnen schwere Stahlkonstruktion montiert, die die „Intermediate Care-Station“ beherbergt.

Insgesamt werden Herzpatienten in Bremen überdurchschnittlich gut versorgt, hat kürzlich eine Studie ergeben. Das gilt sowohl für die Herzchirurgie als auch für die Kardiologie. Grund dafür ist in erster Linie die zentrale Versorgung, insbesondere der Infarkt-Patienten, am LdW. Die Untersuchung hat ergeben, dass Bremen eine um 46 Prozent niedrigere Herzinfarkt-Sterblichkeit aufweist als der Bundesdurchschnitt.