BREMEN - „Die Dusche davor“ oder „Wir stehen auf Warmduscher“ – mit diesen und ähnlichen Slogans wollen Gesundheitsamt und die Gesellschaft Bremer Bäder Schmutzeinträge wie Schweiß, Hautfett und Cremes aus den Schwimmbecken fernhalten.
Entwickelt haben die Kampagne die Studentinnen Katharina Berndt und Valeska Scholz von der Hochschule für Künste (HfK). Man mag es kaum glauben, aber offenbar ist es für viele Schwimmbadbesucher nicht üblich, sich vor dem Sprung ins Wasser kurz abzuduschen. „Wir wollen mit dieser Kampagne auf charmante Weise und ohne erhobenen Zeigefinger eine Verhaltensänderung bewirken, die nicht besonders aufwendig ist“, sagte am Donnerstag der scheidende Leiter des Bremer Gesundheitsamtes, Prof. Dr. Jochen Zenker. „Hautsache geduscht“, (genau, ohne P) so heißt die pfiffige Kampagne der beiden Studentinnen.
Nach Angaben von Bäder-Geschäftsführer Dirk Schumaier haben sich zum Start der Kampagne 22 Bremer Bäder angeschlossen, darunter alle Bäder der Gesellschaft. Mit Aufklebern, Postkarten, Duschgutscheinen und Buttons werden die Besucher aufgefordert, sich gründlich zu duschen, bevor sie ins Schwimmbecken hüpfen.
Ina Schaefer vom Gesundheitsamt: „Chlor ist eine wunderbare Substanz. Sie sorgt dafür, dass Keime schnell abgetötet werden. Doch Chlor verbindet sich auch mit anderen Stoffen wie Fett und Schweiß.“ Die Wirkung des Chlors sinke, es müsse immer mehr zugesetzt werden. Schaefer: „Wir wollen den Chlorverbrauch senken.“ Durchs Duschen vor dem Baden werde der Schmutzeintrag um 90 Prozent vermindert.
