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NWZonline.de Region Bremen

Bewohner können bald in ihre Wohnungen zurück

20.06.2019

Bremen Nach einem glimpflich verlaufenen Großbrand in einem Altenheim der Bremer Heimstiftung können die meisten Bewohner wohl in den nächsten Tagen ihre Wohnungen wieder beziehen. Von drei Gebäudeteilen sei lediglich ein Teil vorerst nicht bewohnbar, sagte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, André Vater, am Mittwoch.

Am späten Dienstagnachmittag war in dem Haus im Bremer Stadtteil Huchting nach Angaben der Feuerwehr ein Brand im Dachstuhl auf 200 mal 20 Metern ausgebrochen. Mit einem Großaufgebot an Rettungskräften seien die rund 100 Bewohner trotz widriger Umstände schnell evakuiert worden. Die meisten Senioren seien auf Rollatoren oder Rollstühle angewiesen gewesen. Insgesamt 18 Bewohner und vier Rettungskräfte seien durch Rauchgas leicht verletzt worden.

Die Brandursache und die Summe des Gesamtschadens steht noch nicht fest. Die Kriminalpolizei ermittelt. Die Bewohner waren Vater zufolge zunächst in einer benachbarten Turnhalle untergebracht worden. Sie alle seien noch in der Nacht in andere Häuser der Heimstiftung oder in Altenheime anderer Träger gekommen. Eine Gruppe sei vorübergehend mit ihren Betreuern in ein Heim nach Ganderkesee verlegt worden. Nur einige wenige hätten die Nacht im Hotel verbracht.

Die nicht vom Brand beeinträchtigten Wohnungen würden derzeit gelüftet und gereinigt, sagte Vater. In rund 20 Wohnungen hätten die Bewohner bereits wieder zurückkehren können. Die Bremer Heimstiftung ist der größte Pflegeanbieter in Bremen. Sie betreibt an mehr als 30 Standorten rund 3000 Wohn- und Pflegeplätze mit 2500 Beschäftigten.

Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, kritisierte, der Fall zeige, dass der Brandschutz in deutschen Pflegeheimen mangelhaft sei. Für Menschen, die sich selbst nicht retten könnten, reiche eine bei der Feuerwehr aufgeschaltete Brandmeldeanlage nicht. „Es wird Zeit, dass zusätzliche Sprinkleranlagen in jedem Zimmer und im Dachstuhl endlich gesetzlich vorgeschrieben werden“, sagte Brysch. Für Möbelhäuser und Lagerhallen sei dies längst Standard.

Im betroffenen Haus Huchting der Heimstiftung gebe es in jedem Zimmer einen Brandmelder, der bei Gefahr auf dem Diensthandy der Pflegekräfte einen Alarm auslöse, sagte Vater auf Nachfrage. So könne im Brandfall schnellstmöglich geholfen werden. In den Häusern der Heimstiftung würden die geltenden Brandschutzvorschriften deutlich übertroffen. Allerdings habe es auf dem Dachstuhl keinen Brandmelder gegeben.

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