BREMEN - BREMEN/R - Einen „fahrlässigen Umgang mit der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger“ haben die Bremer Grünen dem Senat vorgeworfen. Dieser sehe der enormen Belastung von Teilen der Bevölkerung mit Verkehrslärm tatenlos zu und sitze die Lärmproblematik schlicht aus, sagte die umweltpolitische Sprecherin der Grünen-Bürgerschaftsfraktion, Karin Mathes. Mit Tempo 100 auf den Bremer Autobahnen, einer effektiven Geschwindigkeitsüberwachung, einem Nachtfahrverbot für Lkw in Wohngebieten, so genanntem Flüsterasphalt und mit Rasentrassen für Straßenbahnen lasse sich die Lärmbelastung deutlich reduzieren, sagte sie. Das Umweltressort wies die Vorwürfe der Grünen zurück. Man sei, was Lärmschutz angehe, „auf dem richtigen Weg“, sagte Ressortsprecher Kai Jürgens. So habe das Amt für Straßen und Verkehr inzwischen belastbare Verkehrszahlen für die einzelnen Straßen vorgelegt, demnächst würden Privatfirmen mit Lärmmessungen beauftragt.