BREMEN -

Nach Gewaltexzessen in der City regt sich Kritik. Politiker fordern offene Diskussion über Gewalt.

BREMEN/KUZ - Blutiger Bandenkrieg in der Bremer Innenstadt: Mehrere mit Messern und Baseballschlägern bewaffnete Männer stürmten am Karfreitag gegen 22.10 Uhr ein Lokal in der Bornstraße (Bahnhofsvorstadt). Sie stachen und schlugen auf zehn Gäste ein. Ein 18-Jähriger wurde getötet, drei weitere Gäste erlitten zum Teil schwere Verletzungen.

Vor dem Hintergrund dieser Tat kritisierten die oppositionellen Grünen gestern Polizeipräsident und Innensenator. Matthias Güldner, innenpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion, forderte gestern Aufklärung über das organisierte Verbrechen in Bremen. Ein „Ende der Schönrednerei durch Innensenator und Polizei“ sei „überfällig“: „Ich kann das ewige ‚Wir haben alles im Griff‘ nicht mehr hören.“ Auf der nächsten Sitzung der

Innendeputation sei „ohne Tabus“ über Gewaltkriminalität zu sprechen – auch mit Polizeivertretern.