BREMEN - Die Kölner Schildergasse, die Hamburger Mönckebergstraße und die Kaufingerstraße in München zählen laut der jüngsten Studie der Düsseldorfer Beratungsgesellschaft „Jones Long LaSalle“ zu den meist besuchten deutschen Einkaufsstraßen. Bremen kommt unter 170 untersuchten Shoppingmeilen mit der Obernstraße auf Platz 17.
Nur wenige Tage zuvor veröffentlichte der Essener Immobilienentwickler „Brockhoff & Partner“ eine Studie zu den großen deutschen Einkaufsstädten. Das Ergebnis: Bremen schafft es bei 100 begutachteten Innenstädten nicht mehr in die Top Ten. Bedenklich sei, dass ein Großteil aller Geschäfte in der Innenstadt zu einer Kette gehörten. Viele Filialisten machten die City eintöniger, etliche alteingesessene Geschäfte mussten weichen. So sind Städte wie Nürnberg oder Lübeck an Bremen vorbeigezogen.
Sind die Studienergebnisse für Bremen nun negativ oder positiv zu werten? Dass die Einkaufsmeile Obernstraße es im Großstadtvergleich auf Platz 17 schafft, findet Wolfgang Brakhane, Geschäftsführer des Einzelhandelsverbandes Nordsee, „gar nicht mal so schlecht“. Brakhane räumt ein, dass die Vielzahl der Filialisten den ein oder anderen stören möge, „aber all die großen Namen finden sich in allen Innenstädten wieder“. Nichtsdestotrotz betonte er, man dürfe keinesfalls in Stillstand verharren. In Anlehnung an Kraken-Orakel Paul sagte er: „Man muss den Menschen das Richtige in die Box tun.“ Heißt übersetzt: Appetithäppchen für attraktives Einkaufen bieten.
