BREMEN - Mobilität garantiert Menschen mit Handicap ein weitgehend selbstbestimmtes Leben. „Mobilität ist Lebensqualität“, sagen die Macher der internationalen Reha- und Mobilitätsmesse (Irma).
67 Aussteller präsentieren von Freitag, 1. Juni, bis Sonntag, 3. Juni, in Halle 7 auf der Bürgerweide ein breites Spektrum von behindertengerechten Fahrzeugen über Rollstühle und Therapieräder bis hin zu barrierefreien Reisen.
Die „Irma“ ist neu auf dem Markt. Yvo Escales, Betriebswirt und Verleger aus dem Schwarzwald, hat die Reha-Messe in den Norden geholt. Vergleichbare Veranstaltungen gebe es bislang in Düsseldorf, Karlsruhe und Leipzig. Für Behinderte sei das ein weiter Weg. Zu weit.
„Bremen ist ein idealer Standort“, sagt Escales. „Man rollt aus dem IC, fährt hinunter und auf abgesenkten Bürgersteigen bis zum Messezentrum.“ Auch die Aussteller ziehen offensichtlich mit. Sie zeigen behinderten- und seniorengerechte Autos, Nutzfahrzeuge und Wohnmobile und einen behindertengerechten Cabrio-Reisebus.
Sonja Traband ist beim Renault-Autohaus Keyssler als Leiterin des Mobilitätsmanagement in die technische Umrüstung von Fahrzeugen in behindertengerechte Mobile involviert. „Das ist eine spannende Aufgabe“, sagt sie, „mit jedem Tag und jedem Auftrag ergeben sich neue Herausforderungen.“ Auf der Messe präsentiert sie unter anderem einen „Megane Grandtour“, der als behindertengerechter Fahrschulwagen mit Doppelbedienung, Zusatztacho und -spiegeln ausgerüstet ist. Zudem ist die hintere linke Tür in eine Schwenktür umgebaut und mit einer automatischen Rollstuhlladehilfe nachgerüstet worden.
Angela Grigo von „Weitsprung Reisen“ hat Individual-Reisen für behinderte Menschen im Angebot. Auf zwei Reisegäste kommt in der Regel eine Begleitperson. Das Unternehmen ist gerade in Stuttgart von Behindertenverbänden mit dem „Goldenen Rollstuhl“ ausgezeichnet worden. Die „Irma“ hat am Freitag und Sonnabend von 10 bis 18 Uhr sowie am Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
