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NWZonline.de Region Bremen

Arbeit mit einem „lebendigen Material“

06.08.2019

Bremen „Porzellan ist ein tolles, lebendiges Material“, schwärmt Laura Wolfram von ihrem Werkstoff, den sie während ihres Bachelorstudiums in Weimar kennen- und lieben lernte. Als Masterarbeit entwirft sie später an der Bremer Hochschule für Künste (HfK) ein Tischservice mit einem blumenähnlichen Relief. Diese und weitere Tischkultur- und Dekorationsobjekte aus Porzellan fertigt und verkauft die Designerin in ihrer „gläsernen“ Werkstatt in der Bremer Neustadt.

„Plöttjegood“ hat sie ihren im Dezember 2018 eröffneten Laden getauft. Das ist Plattdeutsch und heißt – natürlich – Porzellan. „Ich finde diesen Dialekt einfach schön und wollte damit auch die Verbindung zum Norden unterstreichen“, sagt die 30-Jährige, die in Goslar aufgewachsen ist.

Nach dem Studium des Produktdesigns an der Bauhaus-Universität Weimar kommt Wolfram an die HfK, studiert Integriertes Design. Wie ein roter Faden ziehen sich die Schwerpunkte Essen und Kochen durch ihre Arbeiten. Interdisziplinäre Projekte und die Zusammenarbeit mit Studenten anderer Fächer an der HfK eröffnen neue Perspektiven. Im Kooperationsprojekt „Interspace“ mit dem Masterstudiengang Architektur der Hochschule Bremen etwa entwirft sie mit Kommilitonen eine Verlängerung des Teerhofes in nördliche Richtung und damit einen Ort mit Aufenthaltsqualität.

Ihre Leidenschaft aber gilt weiterhin dem Porzellan. In ihrer rund 30 Quadratmeter großen offenen Werkstatt an der Kornstraße 108, die nahtlos in einen Showroom übergeht, möchte sie interessierten Besuchern nicht nur ihre Arbeit näherbringen. Sondern zugleich ein Wertverständnis und Wertschätzung für gutes Handwerk schaffen. Becher, Tassen, Schalen und Teekannen finden sich hier ebenso wie Ringhalter, hängende Vasen und weitere Deko zum Thema Tischkultur.

Es dominieren sandfarbene Töne und Rosé, Blaugrün und Petrol. „Junges Design“, nennt Wolfram ihren Stil. „Schlichtheit prägt meine Objekte, bei denen die Formen im Vordergrund stehen und nicht das Dekor.“

Am Material Porzellan – die Masse besteht aus Kaolin, Feldspat und Quarz – liebt Wolfram die Formbarkeit mit den Händen. Es sei nicht so kühl wie etwa Metall, findet die Designerin, die ihre Kreationen auch auf Kunsthandwerkermärkten vertreibt.

Objekte entstehen bei Wolfram durch das Gießen. „Das ist eher unbekannt, viele kennen eher das Töpfern an der Drehscheibe.“

An diesem Arbeitsgerät beginnt der Fertigungsprozess bei Laura Wolfram: Hier entsteht aus Gips die sogenannte Positivform – 13 Prozent größer als das Objekt am Ende ist, denn: Die Masse nimmt später um ebendiese Größe ab. „Porzellan hat eben auch seine Tücken“, so die HfK-Absolventin, die den betriebswirtschaftlichen Aspekt als eine der größten Herausforderungen in der Selbstständigkeit empfindet.

Besucher können Wolfram in ihrem Porzellanstudio dienstags und mittwochs von 10 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 14 Uhr bei der Arbeit erleben.

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