BREMEN - Seit Jahresbeginn sind 1000 Klagen zu Hartz-IV-Leistungen beim Bremer Sozialgericht eingegangen. „Es ist dramatischer geworden, als wir gedacht haben“, sagte am Freitag Gerichtssprecher Andre Schlüter. Hartz-IV-Verfahren machten mittlerweile die Hauptarbeit des Sozialgerichts aus.

Um diese Flut zu bewältigen, sei allein die Zahl der Richter von drei auf zehn aufgestockt worden. Bei den Klagen geht es meist um die Kosten für Unterkunft und Heizung sowie die Anrechnung von Nebenverdiensten. Das Sozialgericht beschäftigt sich erst seit 2009 mit diesen Rechtsstreitigkeiten, vorher war in Bremen das Verwaltungsgericht zuständig.