BREMEN - Die Hannover Messe öffnet am 19. April ihre Tore. Sie gilt als Gradmesser für die Konjunktur. Sechs Bremer Unternehmen haben sich für einen Gemeinschaftsstand zusammengefunden. Was sich als magere Zahl anhört, lässt sich als Grundstein für die Zukunft betrachten.
Einen Gemeinschaftsstand für Institute und Unternehmen aus Bremen und Bremerhaven gab es auf der Industriemesse nach mehr als zehnjähriger Abstinenz vor zwei Jahren erstmals wieder. Man versuche, erneut auf dieser Messe Fuß zu fassen und Bremens Kompetenzen zu zeigen, so Alesja Alewelt von „Fairworldwide“, die in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) im Auftrag des Wirtschaftssenators den Gemeinschaftsauftritt organisiert hat. „Ich bin froh, diese sechs Firmen gefunden zu haben“, bekennt Alewelt am Montag vor Journalisten in Bremen offen. Die sechs Standpartner (das Bremer Institut für Produktion und Logistik – BIBA – und seine eigenständige Logistikfabrik, Böhne & Warns, „ci-base Software“, „Marc Systems“ und Roland Industrieverpackungen) kommen aus den unterschiedlichsten Feldern, bieten unter anderem Softwarelösungen, die Optimierung von Produktions- und Logistikprozessen oder individuelle Verpackungslösungen für den Warentransport. Man zeige mit der kleinen Auswahl einen „guter Querschnitt bremischer Kompetenzen“, so Alewelt.
Die Industriemesse mit insgesamt neun Leitmessen unter einem Dach spricht in der Eigenwerbung vom „weltweit wichtigsten Technologiereignis“. Gut 4 800 Aussteller haben sich angemeldet, der Auslandsanteil liegt bei gut 50 Prozent. „Mit diesen Zahlen haben wir die Werte des Spitzenjahres 2008 erreicht“, erklärt Oliver Frese, Abteilungsleiter der Deutschen Messe. Er spricht angesichts der Wirtschaftskrise von einem „exzellenten Ergebnis“. Für Frese ist die rege Beteiligung ein Indikator für das Ende der Krise. „Die Wirtschaft fasst wieder Tritt, die Hannover Messe ist ein Stimmungsbarometer.“ Auch die sechs Standpartner setzen auf das mehrtägige Messegeschehen und hoffen auf viele Neukontakte – und Aufträge. Wie bereits bei der „CeBit“ erfolgreich umgesetzt, finanzieren auch bei der „Hannover Messe“ die Unternehmen ihre Standbeteiligung zu 100 Prozent.
Zu finden ist der Bremer Gemeinschaftsstand in der Halle 17. Insgesamt sind 30 Unternehmen aus Bremen und „umzu“ vertreten. Eines der größten aus dem Nordwesten ist der Oldenburger Energieversorger EWE. Das Unternehmen stellt vor allem neue Modelle zum Thema Energie(sparen) vor.
