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NWZonline.de Region Bremen

Innovation: Digital zeichnen und analog reden

25.10.2019

Bremen Die Staatsrätin, die der Eröffnung beiwohnen wollte, verspätet sich. Warten. Da geht Max Görgen an den Computer, schreibt etwas – und schon erscheint auf der Projektionsfläche „Eröffnung loading ...“ – und, wie im Handy, erscheint und verschwindet die Schrift in einem Rhythmus.

Trotz dieser Selbstironie ist das Anliegen ein ernstes: „Wir möchten einen interaktiven Lern- und Bewegungsraum schaffen“, formuliert es die stellvertretende Direktorin der Stadtbibliothek, Lucia Werder. Oder anders ausgedrückt: Einen niederschwelligen Zugang zur Nutzung digitaler Medien.

Gelingen soll dies mit „Tagscreen“: Eine eigens gestaltete, auf die Deckenbögen abgestimmte Wand als Projektionsfläche, zwei bis vier Tablets, weitere Technik wie PC und Beamer sowie die App „Tagtool“ (von englisch „tag“, „Marke“, dem Zeichen, mit dem der Künstler sich in seinem Graffito verewigt). Mithilfe dieser App – deren Bedienung allerdings viel komplexer ist als es auf den ersten Blick erscheint – können Bibliotheksbesucher gleichzeitig und miteinander den Raum, die („Lein“-)Wand, gestalten. Gleichzeitig, da alle Tablets gleichberechtigt zum Werk an der Wand beitragen, miteinander, da eine analoge Kommunikation von Vorteil ist.

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Erdacht hat sich das Konzept Max Görgen. Gemeinsam mit seinen Ex-Kollegen von Urbanscreen, insbesondere Projektleiter Jonas Schell, ging es dann an die Umsetzung. Der Pilot startete in der Stadtteilbibliothek Köln-Porz, nun wurde der neuartige Erlebnisraum auch in der Bibliothek Am Wall umgesetzt. Und kommende Woche startet laut Görgen der Ableger am Standort in Huchting (im Roland-Center, Alter Dorfweg 30–50).

„Die Nutzer sollen sich den Raum intuitiv aneignen“, beschrieb Werder das Konzept. Oder anders: Learning by doing, eine Einführung in die Technik durch Mitarbeiter ist nicht vorgesehen. Görgens Wunsch: Workshops, in denen die Möglichkeiten der App erklärt werden können. Er kündigte allerdings auch an, noch eine Art kurze Bedienungsanleitung zu kreieren. Diese soll dann in die Collagen eingearbeitet werden, die den Wand-„Screen“ schmücken, wenn die Tablets gerade Pause haben.

Mit dem Angebot spricht die Bibliothek gleichermaßen Jugendliche und Ältere an – mit einem Medium, das viele Jugendliche Büchern vorziehen. Ältere Nutzer können spielerisch und kreativ erfahren, wie aktuelle Technik funktioniert und bedient werden kann.

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