BREMEN - Die gute Nachricht für die 42 Schüler des Beluga Colleges: Der Unterricht geht auch nach dem Ende März gestellten Insolvenzantrag weiter. Und es ist „sehr, sehr wahrscheinlich“, dass zumindest das Schuljahr zu Ende geführt werden kann. Das sagte auf Nachfrage ein Sprecher von Insolvenzverwalter Ralf Bünning.
Suche nach Sponsoren
Das würde bedeuten, dass die sechs „Speedys“ (Schnellläufer) wie geplant im April ihr Abitur machen können, ohne so kurz vor Schluss die Schule wechseln zu müssen. Zudem könnten elf weitere Jugendliche ebenfalls ohne Schulwechsel im Juni ihre Prüfungen für den mittleren Abschluss ablegen. Die Zeit bis dahin wollen Insolvenzverwalter und College-Geschäftsführung nutzen, um neue Sponsoren zu gewinnen.
„Wir versuchen, die Fahne hochzuhalten“, sagte Geschäftsführer Dr. Michael Beckhusen. Es gebe vielversprechende Kontakte, Gespräche mit potenziellen neuen Sponsoren liefen intensiv weiter. Man sei zwar auf ein „Worst-Case-Szenario“ vorbereitet – also das Aus fürs College –, „aber wir gehen nicht davon aus, dass es eintritt“, so Beckhusen. Und weiter: „Wir denken, dass wir zumindest das Schuljahr irgendwie zu Ende bekommen.“
Lehrer bekommen Gehalt
Im schlimmsten Fall könnten die 42 Schüler nach Absprache mit der Bildungsbehörde an anderen Schulen untergebracht werden. Das Gehalt der 18 Angestellten, darunter befinden sich 15 Lehrer, ist den Angaben nach erst einmal für drei Monate über das Insolvenzgeld weitgehend gesichert.
