Bremen - Die Insolvenz der Akademie Lothar Kannenberg reißt ein Loch in die Bremer Kasse. Das geht aus den Zahlen hervor, die Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) am Donnerstag in der Sozialdeputation vorgelegt hat. Demnach stehen Forderungen der Stadtgemeinde von 7,1 Millionen Euro die Forderungen der Akademie Kannenberg in Höhe von 3,6    Millionen Euro gegenüber. Mit Beschluss vom 26. Januar ist das Insolvenzverfahren über die Akademie Kannenberg laut Stahmann endgültig eröffnet und die Eigenverwaltung angeordnet worden.

Die Akademie betreibt weiteren Angaben zufolge nur noch die Einrichtung Sattelhof. Auch diese soll an andere Träger übergeben werden. In Betrieb bleibt die Jugendhilfeeinrichtung Landgraf in Huchting unter dem Träger „Wolkenkratzer“, der die Verantwortung für 43 unbegleitete minderjährige Ausländer übernommen hat. Die Einrichtung an der Rekumer Straße hat mit der Wildfang-Gesellschaft einen neuen Betreiber – mit anderem Konzept und dem Schwerpunkt „Schulverweiger“. Aufgegeben worden sind inzwischen die Mädcheneinrichtung Villa Vielfalt in Farge sowie das Zollhaus in Utbremen, die Lorentstraße in Sebaldsbrück und die „Horner Eiche“.