BREMEN - Neun Suchfelder erlauben ein Eingrenzen der Objekte. Mit einem Mausklick wird die Information vertieft.
Von Thomas Kuzaj
BREMEN - Denkmäler prägen das Gesicht einer Stadt. Ein Gesicht, das Lebensspuren trägt und das gepflegt werden muss. Spuren, von denen es allerlei zu erzählen gibt. So wird die Denkmalliste stets um Details und Bauwerke ergänzt. In Bremen führte das gestern zu einer Premiere.Kultur-Staatsrätin Elisabeth Motschmann (CDU) schaltete die bremische Denkmaldatenbank frei. Sie ist im Internet unter „www.bremen.de/denkmalpflege“ zu finden. Landeskonservator Dr. Georg Skalecki freute sich: „Als erstes Landesamt für Denkmalpflege haben wir so eine Datenbank im Internet. Das hat kein anderes Bundesland zu bieten.“ Ein Angebot, das für Heimatforscher und Kunstinteressierte, für Wissenschaftler und Architekten gleichermaßen von Interesse ist – und nicht zuletzt für Touristen. Wer einen tragbaren Internetzugang bei sich hat, kann – um ein Beispiel zu nennen – Informationen über den Dom abrufen, während er ihn gerade besichtigt.
Die Datenbank ist ein Beitrag, um Arbeit und Leistung der Denkmalpflege transparent zu machen. Landeskonservator Georg Skalecki: „Wir möchten nicht nur Werbung machen für Kulturdenkmäler, sondern der Öffentlichkeit auch die Begründungen vermitteln, warum wir etwas schützen wollen.“ Möglich wurde dies, weil Sponsoren und Stiftungen geholfen haben – darunter die Stiftung Wohnliche Stadt, der Bauindustrieverband Niedersachsen-Bremen und die Öffentliche Versicherung Bremen (ÖVB).
Der Kunsthistoriker Uwe Schwartz baute die Datenbank seit Juni 2004 auf. Neun Suchfelder erlauben es, Objekte und Informationen einzugrenzen und zu finden – darunter sind Stichworte wie „Stadtteil“ und „Straße“, „Objekttyp“, „Epoche“ und „Architekt“. Informationen können per Mausklick vertieft werden – etwa durch den Aufruf zusätzlicher Bilder. Die virtuelle Reise in die Vergangenheit führt vor Augen, wie Bauwerke verändert wurden.
In der Datenbank stehen zunächst die 545 Kulturdenkmäler aus Bremen-Mitte, also aus den Ortsteilen Altstadt, Ostertor und Bahnhofsvorstadt. Ziel ist es, dass im Sommer alle etwa 1600 Objekte des Bundeslands Bremen im Internet verzeichnet sind.
Datenbank in Internet unter
