BREMEN - 17,2 Millionen Euro beträgt die Investitionssumme. Baubeginn soll im Sommer 2006 sein.
Von Ralf Sussek
BREMEN - Das Evangelische Diakonie-Krankenhaus (Diako) in Gröpelingen will im Bremer Westen Impulse setzen und investiert rund 17,2 Millionen Euro in einen Neubau. Das Ärztehaus am Diako soll acht Facharztpraxen, eine Reha-Kurzzeitpflege und Teile der Verwaltung beherbergen.„Die Kosten wird das Diako bis auf wenige hunderttausend Euro komplett eigenfinanzieren“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Hans-Jörg Scupin gestern bei der Vorstellung des Projekts. Allein wegen des wegweisenden Energiekonzepts zur Minimierung der Betriebskosten und Reduzierung der CO2-Emissionen wird der Bremer Energie-Konsens wohl einen kleinen Teil zuschießen. Und die „Partner“ auch. Bisher sieben Facharztpraxen und weitere Mieter investieren zusätzlich rund fünf Millionen Euro.
„Damit setzen wir einen klaren wirtschaftlichen Impuls im Bremer Westen“, ergänzte Dr. Dieter Naumann, der Vorsitzende des Planungsausschusses. Dem bisher laut Landeskrankenhausplan zweiten Kompetenzzentrum Onkologie (Geschwür-Forschung) neben dem Klinikum Mitte fehlte es bislang an einer Strahlentherapie. Das wird sich ändern, wenn ins neue Ärztehaus eine entsprechende Praxis einzieht.
Außerdem sollen ein Urologe, ein Kinder-, ein Augenarzt, eine Praxis für Neurologie und Psychotherapie sowie für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie einziehen. Hinzu kommt ein Zentrum für Tauch- und Überdruckmedizin. Im Erdgeschoss runden Apotheke, Sanitätshaus und Hörgeräte-Akustiker das medizinische Angebot ab. „Wir wollen um das Krankenhaus herum ein leistungsfähiges Gesundheitsnetzwerk aufbauen“, sagte Geschäftsführer Walter Eggers. Dazu gehört auch ein eine Kurzzeitpflegestation mit 30 Plätzen eingerichtet. Dafür wird eigens die Reha-Zentrale-Diako GmbH gegründet
Baubeginn für den Komplex mit einer Nutzfläche von rund 5500 Quadratmetern soll im Sommer sein, die Eröffnung Anfang 2008. Im vergangenen Jahr wurden in der 430 Betten-Klinik 16000 Patienten behandelt.
