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NWZonline.de Region Bremen

Jacobs-Universität: „Hood Training“ fördert (Selbst-)Vertrauen

06.03.2020

Bremen „Diese Mischung von Sozialarbeit und Sport“ sei es, die sie besonders interessiert habe. Und so hat die Bremerin Heinke Pietsch bei Dr. Jacob Fruchtmann an der Jacobs-Universität jetzt ihre Bachelorarbeit über das Sozial-Sport-Projekt „Hood Training“ geschrieben.

Teilnehmende Beobachtung – das war die Methode für die Arbeit im Fach „Inte­grated Social Sciences“ (Inte­grierte Sozialwissenschaften). Was macht sportbasierte Interventionsprogramme so erfolgreich? Das war die Grundfrage.

Pietsch hatte „Hood-Training“-Gründer Daniel Magel kennengelernt, nachdem er das Projekt an der Jacobs-Uni vorgestellt hatte. Anschließend besuchte sie Trainingstermine. Und bald ging es daran zu analysieren, wie das Sport-Projekt arbeitet und funktioniert. Ein Erfolgsfaktor seien die „engen persönlichen Beziehungen zwischen Trainern und Teilnehmern“, sagt Pietsch im Gespräch. „Es wird Vertrauen aufgebaut.“

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Vertrauen, das es den Trainern erlaube, direkt in das Leben der Teilnehmer einzugreifen. „Die Trainer wirken nicht belehrend, sie sind eher Freund, sind Helfer“, sagt Pietsch. Zugleich bleibe die Rollenverteilung immer klar. „Es wird schon darauf geachtet, dass alle den Trainer respektieren und ihm zuhören.“

So ergebe sich eine Vorbildfunktion – durchaus mit Folgen auch für das Projekt. „Viele Trainer sind ehemalige Teilnehmer“, so Pietsch. Es gehe darum, persönliche Erfahrungen zu teilen. Dadurch sei das Projekt authentisch.

Eigenschaften und Fähigkeiten „wie Geduld, Verantwortung, Motivation, Flexibilität“ zeichneten die Trainer aus, schreibt Pietsch in ihrer Arbeit. Die Trainer lobten die Teilnehmer auch. „Über das Glücksgefühl, etwas zu erreichen, bildet sich Selbstvertrauen“, so Pietsch. Bei den Teilnehmern werde der Wille entwickelt, anderen zu helfen – „statt auf sich selbst fokussiert zu sein“.

Für ihre Arbeit hat Heinke Pietsch auch Interviews mit drei Teilnehmern in Tenever geführt – ein Mädchen und zwei Jungen im Alter zwischen zwölf und 16 Jahren. Die Teilnehmer würden beim „Hood Training“ die Erfahrung machen, „dass man mehr aus seinem Leben machen kann“. Klarheit und Struktur des Projekts würden auf andere Lebensbereiche übertragen. „Das hat dann auch Auswirkungen darauf, mit welchen Leuten man sich umgibt.“ Pietsch schreibt am Ende: „Durch den Sport ist es möglich, wertvolles Wissen und Können zu vermitteln, ohne dass traditionelle gesellschaftliche Regeln durchgesetzt werden müssen, die es schwerer haben, konstruktive Erfolge bei Menschen aus sozioökonomisch schwächeren Gegenden zu finden, die mit der Integration zu kämpfen haben.“

Auch für Pietsch selbst hatte die Beschäftigung mit „Hood Training“ Folgen – sie arbeitet dort inzwischen. Neben Büro- und Organisationsaufgaben leitet sie wöchentlich drei Trainingseinheiten in Lüssum – zwei in einer Schule, eine (speziell für Mädchen) im Freizi. Das Projekt hat unterdessen eine neue Dachorganisation bekommen – es ist jetzt Mitglied des Diakonischen Werks Bremen.

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