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NWZonline.de Region Bremen

Privat-Uni kommt nicht aus dem Minus

17.08.2017

Bremen Die private Jacobs-Universität sieht sich auf Wachstumskurs. Sie verweist in ihrem jetzt veröffentlichten Geschäftsbericht plakativ auf „mehr Studenten, höhere Einnahmen aus der Lehre und erfolgreiche Drittmittel-Projekte“. Der Haushalt weist bei einem Volumen von 49 Millionen Euro allerdings einen Fehlbetrag von 1,7 Millionen Euro auf – nach einem Überschuss von 3,5 Millionen Euro im Jahr zuvor. Universitätspräsidentin Prof. Dr. Katja Windt spricht von einem „planhaften Fehlbetrag“. Schließlich habe die Jacobs-Stiftung ihren Zuschuss von 21 auf 14 Millionen Euro zurückgefahren. „Das operative Ergebnis als maßgebliche wirtschaftliche Erfolgsgröße hat sich abermals deutlich verbessert“, sagt Windt. Und schiebt einen Vergleich mit 2012, das als Referenzjahr für den Restrukturierungskurs gilt, hinterher. Seither habe sich das operative Ergebnis um 16,6 Millionen Euro verbessert. „Wir steuern der Zukunft zuversichtlich entgegen“, ergänzt Prof. Dr. Michael Hülsmann, Geschäftsführer der Privatuni. Der Restrukturierungsprozess zeige die „richtige Wirkung“.

Zurück auf den Campus: In Grohn starteten 2015 rund 300 junge Leute ins Studentenleben. 2016 waren es bereits 470. Jeder Professor hat weiteren Angaben zufolge im vergangenen Jahr durchschnittlich 200 000 Euro an Drittmitteln eingeworben. 2015 waren es rund 176 000 Euro. Mit Studien-Vorbereitungsjahren für Abiturienten sowie Master-Programmen habe die Universität zudem mehr als doppelt so viel Umsatz erzielt wie im Vorjahr, heißt es weiter. Und die Bachelor-Studiengänge der Universität brachten mit mehr als 15,6 Millionen Euro fast eine halbe Million Euro mehr Umsatz ein als noch 2015.

Die Zuschüsse des Landes – drei Millionen Euro pro Jahr – laufen 2018 aus. Und die Zuschüsse der Jacobs Foundation mit Sitz in Zürich sinken weiter. Die Stiftung hat angekündigt, zukünftig pro Jahr zehn Millionen Schweizer Franken in den Bremer Norden zu überweisen.

Die 1999 als „International University Bremen“ gegründete Privathochschule nahm im Herbst 2001 den Studienbetrieb auf. Trotz Anschubfinanzierung des Landes Bremens in Höhe von umgerechnet 110 Millionen Euro gab es schnell finanzielle Problemen. Im November 2006 stieg dann die Jacobs-Stiftung mit 200 Millionen Euro ein und übernahm eine Zwei-Drittel-Mehrheit der Gesellschafteranteile. Doch die roten Zahlen blieben. Ende 2012 wies die Privatuni ein strukturelles Defizit von 20 Millionen Euro auf. Daraufhin wurde ein Konsolidierungsplan aufgestellt, Bremen schoss für fünf Jahre 15 Millionen Euro zu. Ab 2018 soll die Uni ohne Hilfen des Landes auskommen. Die Verbindlichkeiten belaufen sich laut Geschäftsbericht derzeit auf 56,86 Millionen Euro.

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