BREMEN - BREMEN/JE - Nur 99 Tage war er Kaiser. Seinen frühen Tod bezeichnete der Philosoph Friedrich Nietzsche als „großes entscheidendes Unglück für Deutschland“. In Bremen reitet Friedrich III. noch immer für Deutschland. Seit 100 Jahren steht sein Reiterstandbild an der Hermann-Böse-Straße. Am 22. März 1905 wurde das Denkmal enthüllt – unter großer Anteilnahme der Bevölkerung. Geschaffen hatte das ungewöhnliche Kunstwerk der Berliner Bildhauer Louis Tuaillon in Anlehnung an antike Vorgaben. „Der deutsche Kaiser wurde zum idealen Imperator gesteigert“, sagen die Historiker.

Das Jubiläum ist der Anlass für das Kolloquium „Kaiser Friedrich reitet für Deutschland – Die Enthüllung des Reiterstandbildes Friedrich III. in Bremen und der Besuch Wilhelm II. in der Hansestadt im Jahre 1905“. Es findet am Mittwoch, 6. Juli, im Gästehaus der Uni auf dem Teerhof statt.