BREMEN - Das Programm gibt es seit 2001. Auch die Kletterwand am Bunker in Walle wurde gefördert.

Von Thomas Kuzaj

BREMEN - Geld für Kinder- und Jugendförderung in den Stadtteilen – die Regierungsfraktionen wollen das „Impuls-Programm“ fortsetzen. Das erklärten gestern die beiden Fraktionschefs Jens Böhrnsen (SPD) und Jörg Kastendiek (CDU). In den Planungen der Staatsräte taucht das Programm für die Jahre 2006/07 nicht auf. CDU-Fraktionschef Kastendiek geht davon aus, dass es bloß „vergessen“ wurde. Böhrnsen hält das für eine „gutwillige Interpretation“. Wie auch immer: Wenn die Regierungsfraktionen das Programm fortführen wollen, dann wird das so sein.

Böhrnsen: „Es erscheint uns beiden in dieser Zeit unverzichtbar.“ Denn mit den „Impuls“-Geldern würde Bürger-Engagement in den Stadtteilen gefördert. Es gehe auch um die „Steigerung der Lebensqualität“. Und natürlich, so Kastendiek, um die „Förderung von Kindern und Familien“.

Seit 2001 gibt es das Programm. Das Geld dafür kam zunächst aus eingesparten Mitteln des Investitions-Sonderprogramms (ISP), später aus dem Anschluss-Investitionsprogramm (AIP). Jetzt, so die Forderung, müsse der Senat es bei der „anstehenden Fortschreibung des AIP“ berücksichtigen. Seit es das „Impuls-Programm“ gibt, wurden damit in der Stadt Bremen 92 Projekte mit zusammen knapp 2,2 Millionen Euro gefördert. Bewilligt wurden die Bremer Gelder direkt von Abgeordneten. An 66 Bremerhavener Projekte gingen 1,5 Millionen Euro.

Mittlerweile fließen jährlich 600 000 Euro in Bremer und 300 000 Euro in Bremerhavener Projekte. Weitere 600 000 Euro gehen an die Jugend-Kunst-Stiftung. Ergibt zusammen 1,5 Millionen pro Jahr. Böhrnsen und Kastendiek wollen, dass es bei dieser Summe bleibt.

Was wird gefördert? Unter anderem bekam der Bunker in Walle 33 000 Euro für eine Kletterwand. 8000 Euro gingen an die Jugendfeuerwehr. Davon wurden Wetterschutzjacken angeschafft. Und die Disco des Jugendfreizeitheims Neustadt bekam eine Schallisolierung für knapp 128 000 Euro.