BREMEN - Schwerer Raub, gefährliche Körperverletzung – wegen dieser Vorwürfe steht ein 28-jähriger Bremer seit Donnerstag vor dem Landgericht. Im Jahr 2005, so die Anklage, brach er in das Haus einer älteren Dame ein. Kurios: Nachdem er im Wohnzimmer eingeschlafen war, weckte die Eigentümerin ihn am nächsten Morgen freundlich – wurde dann aber, so die Vorwürfe weiter, sofort mit einer Waffe bedroht. Außerdem soll der Mann die Frau mit einer Strumpfhose ans Bett gefesselt haben.

Der 28-Jährige gestand die Vorwürfe im Großen und Ganzen ein. „Ich war lange arbeitslos. Ich wollte meiner Lebensgefährtin zeigen, dass ich ihr auch etwas kaufen kann. Sie hat gearbeitet und ich nicht. Das war mir unangenehm“, gab er als Grund für die Tat an.

Den Einbruchstag beschrieb der Angeklagte so: Er habe Schubladen durchsucht, aber nichts gefunden. „Ich habe mich in einen Sessel gesetzt, ich war erschöpft und da bin ich eingeschlafen.“ Er habe im Laufe des Nachmittags und Abends zwölf Halbliterflaschen Bier und eine knappe halbe Flasche Korn getrunken.

Eine Waffe dabei gehabt zu haben, bestritt der Mann. „Ich möchte mich bei Ihnen entschuldigen, dass ich da so eine Scheiße gebaut habe“, sagte der Mann zu der Rentnerin und ließ ihr durch seinen Anwalt Jörg Hübel die 50 Euro zurückgeben, die er mitgenommen hatte.