BREMEN - Die Handelskammer fordert die Landespolitik dazu auf, in der Gewerbeflächenpolitik hafennahe Areale für industrielle Nutzungen mit wasserseitigen Umschlagsmöglichkeiten planungsrechtlich zu sichern. Dies setze in Bremen-Nord voraus, dass das vorhandene Wasserschutzgebiet Blumenthal nicht – wie derzeit geplant – auf den überwiegenden Teil des Wollkämmerei-Geländes (BWK) ausgeweitet wird. Eine Ausweitung des Gebietes würde die dortigen Gewerbebetriebe in ihrer Entwicklung beeinträchtigen, industrielle Neuansiedlungen blockieren und damit die Schaffung dringend notwendiger Arbeitsplätze verhindern, meint die Kammer. Präses Otto Lamotte sagte: „Wenn wir dort nicht die Chancen eines Gewerbestandortes am seeschifftiefen Wasser nutzen, verbaut sich Bremen wirtschaftliche Zukunftsperspektiven.“ Das Gelände sei eine der wenigen Flächen mit wasserseitiger Umschlagsmöglichkeit. Es müsse aus der Festlegung von Wasserschutzzonen ausgenommen werden. Der Standortvorteil am seeschifftiefen Wasser mache das BWK-Gelände für Zulieferfirmen der Offshore-Windenergiebranche attraktiv.