BREMEN - Rot-Weiß und Blau-Weiß spielen für Grün-Weiß – so ist das, wenn in Bremen der Karneval beginnt. Pünktlich um 11.11 Uhr wurde der Saisonbeginn am Dienstag auf dem Marktplatz gefeiert. Und die Musikanten spielten unter anderem das schöne Lied „Wo die Weser einen großen Bogen macht“, die zeitlose Hymne auf Werder Bremen.
Soviel zu Grün-Weiß. Wer aber sind Rot-Weiß und Blau-Weiß? Nun, man ahnt’s – es sind die Bremer Karnevalsvereine. Wobei Rot-Weiß in diesem Jahr das Stadtprinzenpaar stellt – nämlich Frank I. und Renate III., um genau zu sein.
Sollen wir ein Geheimnis verraten? Ja: Frank I., der Bremer Stadtprinz, wohnt in Oldenburg! Ein Beispiel für gelebte Metropolregion, wie er selbst sagt. Da ist es nur folgerichtig, dass Renate III. in Delmenhorst lebt. Aber geboren wurde sie in Bremen. Nun denn.
Rot-Weiß hat in dieser Saison – Karnevalisten sprechen von „Session“ – mehr zu feiern als den Karneval allein. Den Verein nämlich gibt es seit närrischen vier mal elf Jahren, wie Präsidentin Hella Keller verkündete – seit 44 Jahren also. Gefeiert wird das am Sonnabend, 22. November, in Hemelingen.
Kommen wir nun zu Blau-Weiß – diese Farben stehen für die „Carnevals-Gesellschaft Nordlichter“, deren Prunksitzung am Sonnabend, 29. November, in der Vegesacker „Strandlust“ stattfindet.
Auf dem Marktplatz riefen beide Vereine am Dienstag einträchtig „Bremen ahoi“. Das ist das hanseatische „Helau“. Anschließend ging es ins Rathaus, wo der „Ritter Lächelnder Roland“ gekürt wurde.
