Bremen - Der Bremer Flughafen befürchtet massive Einnahmeverluste durch die Corona-Krise: Für März verzeichnet der Flughafen nach eigenen Angaben einen Passagierrückgang von 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Passagiere sank laut Verkehrsstatistik von 151.700 Passagieren im März 2019 auf nun 73.700.
Im Laufe des Monats hatten aufgrund der Corona-Krise immer mehr Airlines ihre Flüge gestrichen. Inzwischen haben alle zwölf in Bremen vertretenden Airlines ihre Flüge bis mindestens zum 30. April 2020 abgesagt, darunter British Airways, Eurowings, Lufthansa und Ryanair.
Der Betrieb des Flughafens sei weiterhin sichergestellt, sagt Flughafen-Sprecherin Andrea Hartmann. Auch wenn momentan keine Passagiermaschinen abheben oder landen würden, könnten weiterhin Ambulanzflüge stattfinden. „Wann der Flughafen wieder in den Normalbetrieb zurückkehrt, hängt von den weiteren Entwicklungen der Covid-19-Pandemie ab“, sagt Hartmann.
Der massive Rückgang im Flugverkehr trifft auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Flughafens. Ende März schickte der Flughafen den überwiegenden Teil der rund 450 Beschäftigten in Kurzarbeit. Der wirtschaftliche Schaden lasse sich noch nicht sicher beziffern, sagt Hartmann. „Die finanziellen Einbußen gehen aber schon jetzt in die Millionenhöhe.“
2019 wurden nach Angaben des Flughafens insgesamt rund 2,3 Millionen Passagiere transportiert. In diesem Jahr werden es wohl deutlich weniger sein. Da die Airlines sämtliche Flüge im April gestrichen haben, werden allein durch diesen Monat mehr als 200.000 Passagiere in der Bilanz fehlen.
