BREMEN - Die Jonglier-Convention im Uni-Sportturm wurde diesmal mit einer Open-Stage-Veranstaltung abgeschlossen. Das Publikum applaudierte begeistert.
von alice bachmann
BREMEN - Anders als im vergangenen Jahr wurde die Jonglier-Convention im Uni-Sportturm an diesem Wochenende nicht mit einer großen Gala im Veranstaltungszentrum Schlachthof beendet, sondern mit einem Abend unter dem Motto „Open Stage“. Was zu Deutsch „offene Bühne“ heißt und bedeuten kann, dass immer wieder die vorletzte Nummer angekündigt wird, weil sich nach und nach doch noch Artisten aufraffen, ihr Können vor Publikum zu zeigen. Da kommen dann mitunter ganz unerwartet richtig gute Vorführungen unters Volk, das sich gern überraschen lässt und begeistert applaudiert.Für eine solche Überraschung sorgt zum Beispiel Annette, die am Nachmittag noch jeden Auftritt kategorisch abgelehnt hatte, weil sie weder Kostüm noch Musik noch Zeit habe. Als sich aber die „Open Stage“ nach mehrmaligem Ankündigen des nahenden Schlusses wirklich ihrem Ende zuneigt, winkt Annette vom Bühnenrand. Aus dem großen, runden Paket aus schwarzem Stoff entblättert die Akrobatin einige Hula-Hoop-Reifen, die sie alsbald in atemberaubender Geschwindigkeit und zum Teil mit gegenläufiger Richtung um ihre Knie, Hüfte, Taille, Hals und die emporgestreckten Hände kreiseln lässt. Übrigens zu recht flotter, sehr passender Musik.
Auch Jonas mit seinen Sticks entscheidet sich ziemlich spät, doch noch die langen Stöcke mit den rot-glänzenden Enden wirbeln zu lassen. Was langsam mit einem Stock und leichten Tanzbewegungen beginnt, entwickelt sich zu einer rasanten Nummer, die beides hat: akrobatisches Können und visuelle Effekte. Der Akrobat guckt lässig und kein bisschen angestrengt, als würde er die Sticks nur beobachten, wie sie über seinem Kopf wild in seinen Händen wirbeln. Schließlich macht er noch auf einem Arm einen Radschlag – mit dem anderen dreht er den Stock.
Seit Donnerstag hatten die Akrobaten gemeinsam geübt und neue Tricks gelernt und bekannte verfeinert.
