BREMEN - Der Konsens ist geglückt. Die regierenden Parteien SPD und Grüne sowie die Oppositionsparteien CDU und FDP ziehen in der Bildungspolitik an einem Strang. Am Freitag einigten sich die Parteivorsitzenden auf ein Kompromisspapier, „das auf Dauer angelegt ist“, sagte SPD-Chef Uwe Beckmeyer vor Pressevertretern. „Der Konsens hat für uns feste Bindung“, ergänzte CDU-Chef Thomas Röwekamp. Das heißt: Für zunächst zehn Jahre, also weit über die Grenzen der Legislaturperiode hinaus. Nur die Linken scheren aus. Sie lehnen den Konsens ab. Dem Papier zufolge soll in Bremen künftig ein Zwei-Säulen-Modell nach der Grundschulzeit gelten. Es wird Oberschulen und weiterhin acht durchgängige Gymnasien geben. Die Oberschulen führen die Schüler auf unterschiedlichen Anforderungsniveaus zu Berufsbildungsreife, mittlerem Abschluss und Abitur. Alle Gesamtschulen, Integrierten Stadtteilschulen, Sekundarschulen und Schulzentren sollen sich spätestens 2011 jahrgangsweise in Oberschulen umwandeln, heißt es.