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NWZonline.de Region Bremen

Kraftvoll und mit viel Gefühl

22.11.2019

Bremen Es ist ihre erste Tour und das Metropol-Theater in Bremen hat die Ehre, Ort des Tour-Auftakts zu sein. Kerstin Ott hat mit ihrem Programm „Endlich live in concert“ am Mittwochabend für ein ausverkauftes Haus am Richtweg gesorgt. Und ja: Sie kann es auch live. Schon zur ersten Nummer des Abends „Lebe laut“ stehen die Zuschauer.

Die Stimmung springt sofort über. Sie erobert die Bühne mit ruhiger Gestik. Das bunt gemischte Publikum klatscht mit. Mit Schlagzeug und knackigen Gitarreneinlagen schwankt der Sound zwischen Schlager und Pop, manchmal auch Rock. Ott schließt oft die Augen, während sie singt. Ihre Stimme ist kraftvoll und hat dennoch viel Gefühl. Auch schnellere Songs haben immer einen Gänsehautfaktor.

Otts Musik ist offen und persönlich, und so ist auch ihr Auftritt. Frei spricht Ott von sich, von Anfeindungen im Internet, weil sie mit einer Frau liiert ist. Während sie „Anders sein“ singt, zücken viele Zuschauer die Handys, schalten die Lampen ein und schwenken die leuchtenden Telefone sacht im Takt der Musik.

Zart und gefühlvoll singt Ott „Kleine Schritte“, auf dem Bühnenhintergrund sind Schwarz-Weiß-Filme und Fotos zu sehen. Kleine Füße tapsen über den Boden. Ein Kleinkind lernt laufen. Auch zu sehen: ein Rollstuhl und auch die Nahaufnahme von Händen an dessen Rädern. Ein spannendes Panorama aus kleinen Bildern. Zu „Liebeskummer lohnt sich doch“ sind dunkle Aufnahmen von Gleisen und Brücken zu sehen, ein interessanter Kontrast zur heißen Show davor. Nach dem Song sagt Ott bescheiden: „Dankeschön.“

Stolz präsentiert Ott ihren Special-Guest: Lara Hulo, nach Veranstalterangaben Straßenmusikerin aus Hamburg. Die gibt zu, nervös zu sein. Das merkt man ihr auch an. Aber sie präsentiert sich in einem Akustik-Set als authentische Liedermacherin, besingt sanft die gemeinsamen Erlebnisse mit ihrer besten Freundin und zeigt mit „Wie weit wollen wir gehen“ eine fetzige Akustik-Nummer. Sie bekommt nicht nur tosenden Applaus, sondern auch Zugabe-Rufe. Ott und Hulo singen gemeinsam „Shallow“, bekannt durch Lady Gaga und Bradley Cooper aus dem Film „A Star is born“ in einer interessanten und energiegeladenen Version. Während des Refrains stehen sich beide gegenüber und singen sich an. Der Song erntet wohl den stärksten Applaus des Abends.

Der letzte Song im Set ist „Regenbogenfarben“. Wieder gehen die Handyleuchten an. Der Saal steht. „Wer wen liebt, sollte 2019 kein Problem sein“, sagt Ott, bevor das Lied beginnt.

Wie bei eigentlich bei jedem Konzert kommen nach dem offiziellen Set die „Zugabe“-Rufe. An diesem Abend sind sie ungewöhnlich laut und schon fast frenetisch. Natürlich hat Ott eine Zugabe bereit. Und es ist klar, dass noch ein Song aussteht. Sie greift erstmalig am Abend selber zur Gitarre und spielt die bekannten Akkorde von „Die immer lacht“. So geht es rein akustisch los, später setzt die Band ein und sorgt für Bombast. Der Song bekommt so einen eher rockigen Charakter, ein Gegensatz zum mit House-Elementen versehenen Remix des Produzentenduos „Stereoact“, das „Die immer lacht“ bekannt machte.

Jessica (30) aus dem Raum Osnabrück sagt nach dem Konzert: „Geil! Ich bin begeistert.“ Sie will Ott wiedersehen. Ihre Freundin Sarah (24) sagt: „Die Stimmung war einfach super.“

Auch Karin Körner (57) aus Bremen, die alle CDs von Ott hat und sie jeden Tag im Auto hört, ist begeistert vom Konzert. „Es war einfach alles super“, sagt sie und lobt auch die Hamburger Straßenmusikerin: „Lara Hulo hat eine tolle Stimme. Und sie ist noch jung. Aus der wird bestimmt noch was.“

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