BREMEN - Mit Patenschaften zwischen den Mitarbeitern wollen das Klinikum Ost und die benachbarte Egestorff-Stiftung ein besseres Verständnis für die Aufgaben des jeweils anderen erreichen. Und das wiederum soll den Bewohnern des Altenheims, die bei Krankheit meistens zu Patienten des Klinikums werden, zugute kommen.

Ins Leben gerufen haben das Kooperationsprojekt Sabina Maria Faber, Pflegeleiterin in der Egestorff-Stiftung, und Birgit Alpers, Pflegeleiterin am Klinikum Ost. Dabei ging es, so Sprecherin Stefanie Beckröge, zunächst um Verbesserungen bei der Behandlung chronischer Wunden durch einheitliche Überleitungsbögen und eine nahtlose Versorgung. Doch schnell wurde mehr daraus. Die Mitarbeiter wollten die andere Einrichtung kennenlernen, um Einblick in die Arbeit des anderen zu bekommen. „Ziel war und ist, den Menschen, die oft von beiden Institutionen betreut werden, besser gerecht zu werden“, betonte die Kliniksprecherin. Mehrere Arbeitsgruppen kümmerten sich um eine verbesserte Kommunikation und Hospitationen, die jeweils ausgewertet werden. Die Patenschaft sieht vor, dass Mitarbeiter beider Einrichtungen gemeinsam eine Woche im Heim und eine Woche in der Klinik arbeiten. „Eine solche Zusammenarbeit ist selten und auch nicht so leicht in den Arbeitsalltag zu integrieren. Aber sie zahlt

sich aus“, sagt Sonja Spahl, Pflegeleiterin am Klinikum Ost. Gesa Ockenga-Ofosu und Susanne Steinberg stimmen ihr zu. Die Altenpflegerin und die Krankenschwester gehören zu denen, die sich bereits gegenseitig begleitet haben. „Die Hemmschwellen werden wirklich abgebaut“, sagt Steinberg.