BREMEN - BREMEN/CL - Die vermeidlich nette neue Bekannte, entpuppte sich als knallharte Betrügerin: In gutem Glauben vertraute ein 76-jähriger Bremer aus der Vahr einer Chinesin und buchte mehrmals hohe Geldbeträge von seinem Konto ab.
Wie die Polizei jetzt mitteilte, verhinderten aufmerksame Angestellte seiner Bank, dass der ahnungslose Rentner um sein gesamtes Erspartes gebracht wurde. Den Angestellten der Bank war aufgefallen, dass der Mann wiederholt mit der jungen Chinesin im Kreditinstitut erschienen war und hohe Geldbeträge abgehoben hatte. In einem Fall hatte er sich 41 000 Euro von seinem Konto auszahlen lassen.
Als die Beiden jetzt erneut mehrere tausend Euro abheben wollten, informierten die Bankangestellten die Polizei. Den Beamten gegenüber erklärte der allein lebende 76-Jährige, dass er seine Begleiterin vor einigen Wochen am Hauptbahnhof kennen gelernt und sie sich seitdem sehr um ihn gekümmert habe. Insgesamt hob der Mann 52 000 Euro von seinen Konten ab und übergab das Geld an die 37-Jährige – im Glauben, sie wolle in China eine Wohnung für sie beide kaufen, teilte die Polizei mit.
Statt in China landete das ergaunerte Geld jedoch unter einem Wäscheberg in der Achimer Wohnung der Betrügerin. 44 000 Euro stellten die Beamten bei einer Hausdurchsuchung sicher. Den Rest habe die Frau bereits ausgegeben. Der Ehemann zeigte sich entsetzt über die ihm angeblich nicht bekannten Aktivitäten seiner Frau.
