BREMEN - BREMEN/GN - Eine rätselhafte Bluttat beschäftigt seit Montag die Mordkommission in Bremen. Wie ein Sprecher gestern berichtete, war ein 54 Jahre alter Lesumer in der Nacht gegen 4.40 Uhr im Hinterhof seines Hauses an der Burgdammer Straße in einer großen Blutlache liegend gefunden worden. Trotz Notoperation schwebt der Mann immer noch in Lebensgefahr.
Die Umstände des Falls sind völlig offen. Ein Nachbar, so der Polizeisprecher, hatte erst Schreie gehört, dann lautes Stöhnen. Die alarmierte Polizei fand im Hinterhof des Nachbargrundstücks den nicht mehr ansprechbaren 54-Jährigen. Im Krankenhaus wurden massive Schlagverletzungen durch stumpfe Gewalt auf den Schädel festgestellt. Ein Tatwerkzeug fand die Polizei am Haus oder im Hinterhof nicht.
Da die Ermittler vor einem Rätsel stehen, hoffen sie auf Mithilfe der Bevölkerung. Bekannt ist ihnen, dass das Opfer werktags sein Haus immer gegen 4.30 Uhr verlässt, um zur Arbeit zu fahren. So soll es auch am Montag gewesen sein. Aufgrund einer Erkrankung gehörte es nach Polizeiangaben seit geraumer Zeit zu seinen Gepflogenheiten, das Haus durch den Hinterausgang über den Hof zu verlassen. Hier soll die Tat geschehen sein.
Die 45-jährige Ehefrau des Opfers, die im Haus war, bekam laut Polizei von den Angriffen nichts mit. Sie habe das Gebäude gegen 5 Uhr durch den Haupteingang verlassen. Weil sie etwas vergessen habe, sei sie umgekehrt und auf die Polizei getroffen, die sich um ihren verletzten Mann bemühte.
Die Kripo möchte nun wissen, wer in der Nacht Verdächtiges beobachtet hat und ist unter Telefon 0421/3623888 zu erreichen.
