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NWZonline.de Region Bremen

Der Künstler und seine Brigitte Bardot

08.11.2019

Bremen Romy Schneider, Steve McQueen und Brigitte Bardot – sie alle zählen zu den erfolgreichsten und bekanntesten Schauspielern des vergangenen Jahrhunderts. Auch Luc Best wurde maßgeblich durch deren Filme geprägt. Grund genug für den Künstler, ihnen eigene Bilder zu widmen.

Luc Best weiß, wie Film und Fernsehen funktionieren. Rund 30 Jahre war er als Kameramann mit seiner eigenen Produktionsfirma selbstständig, bis er nicht mehr wollte. „Das ist wirklich harte körperliche Arbeit“, so Best. Anschließend Künstler zu werden sei naheliegend gewesen. „Bis dato hatte ich ausschließlich privat gemalt. Das alles hat sich verselbstständig“, gibt der 62-Jährige zu.

Bests Werke sind extrem vielseitig. Eines der Bilder steht ganz im Zeichen des legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans, ein anderes zeigt den weltbekannten Maler Picasso. Insbesondere das ausgesuchte Werk „Brigitte“ verdeutlicht, wofür Bests Werke stehen: Das Lebensgefühl des vergangenen Jahrhunderts. „Der Facel Vega war damals der Rolls Royce für die Franzosen. Ähnliche Autos sind wir selbst noch gefahren“, sagt Best, „das sind, genau wie Steve McQueen oder Romy Schneider, Ikonen für mich. Die haben es verdient verewigt zu werden“.

Bei dem Bildaufbau geht der Künstler immer gleich vor. Anfangs entsteht am Computer eine Collage aus den einzelnen Bildmotiven. Danach wird das Bild auf Alu-Dibond gedruckt, „weil sich der Aluminium-Kunststoff-Mix besonders gut dafür eignet“, sagt der Künstler. Bei der Anordnung der Bildelemente, helfe ihm auch sein Wissen als Kameramann. „Insbesondere bei der Bildsprache und -komposition“, betont Best.

Danach wird das Bild mit Acryl- oder Lackfarben bearbeitet, um es anschließend zu versiegeln. Die fertigen Bilder sind extrem farbgewaltig, wodurch sie eine gewisse Dominanz entwickeln. „Am Ende sind sie ein wunderbarer Blickfang für jeden Raum“, sagt Best. Zu den deutschen Vorreitern dieser Stilrichtung zählt Devin Miles (geboren 1961). Weltweit betrachtet hat Andy Warhol (1928-1987) diese Kunst-Szene maßgeblich beeinflusst. Beide prägten auch Best. „Aber Einzelne herauszupicken macht keinen Sinn. Die Vielzahl der Künstler war entscheidend für mich“, sagt er.

Mit seiner eigenen Produktionsfirma war der Künstler jahrelang selbstständig, deshalb habe sich in seinem Alltag nicht besonders viel verändert. „Ich stehe morgens zusammen mit meiner Frau auf, checke Mails und mache mich an die Arbeit“, sagt der 62-Jährige. „Als Selbstständiger ist eigenverantwortliches Arbeiten wichtig, auch als Künstler“, so Best weiter. Trotzdem seien auch Schaffenspausen enorm wichtig, gerade wenn es mit der Kreativität mal hakt. „Statt angefangene Werke links liegen zu lassen, sollten diese stetig weiterentwickelt werden“, sagt er. „Selbst meine eigenen Bilder lassen sich schwer einordnen. Meistens wird es als ,German Pop-Art’ beschrieben“, so der Künstler.

An die eigenen Kunstwerke knüpft Best nur eine einzige Bedingung: „Ich male ausschließlich Bilder, die ich selbst bei mir zu Hause aufhängen würde.“ Gleiches gelte auch für das ausgesuchte Werk „Brigitte“, das ab Samstag, 9. November, 16 Uhr, in der Rockwinkeler Landstraße 53 in Oberneuland hängen wird. Dort öffnet Luc Best zukünftig seine eigene Galerie.

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