BREMEN - Die letzten Stühle werden noch ausgepackt und verschraubt damit, es am 7. Oktober zur großen Eröffnungsgala blitzt und blinkt im neuen „City 46“ in der Innenstadt. Neben dem anspruchsvollen Kinoprogramm initiiert das Kommunalkino zudem etwas bislang bundesweit einmaliges: die „Kinoschule“.
„Wir wollen diesen pädagogischen Bereich kontinuierlich ausbauen“, sagt Geschäftsführer Karl-Heinz Schmid. Das einstige Kino 3 im alten „City“ erinnert kurz vor der Neueröffnung des Hauses aus diesem Grund nicht mehr an einen Filmsaal. Große, bodentiefe Fenster sind eingezogen, gerade wird das Türkis an Wänden und Decken überstrichen. Einzig die Leinwand, die werde bleiben, so Schmid. Hier sollen künftig Seminare zu Filmvermittlung und -bildung stattfinden. Ein erster Kooperationspartner ist mit der Universität Bremen gefunden.
Kern des „City 46“ wird das Filmprogramm bleiben – vor allem Produktionen abseits des Mainstream werden Filmliebhaber hier weiterhin zu sehen bekommen. Die Säle 1 und 2 erstrahlen in dem Haus in der Birkenstraße in neuem Glanz. Der berühmte geschwungene und verspiegelte Treppenaufgang ist geblieben. Rund 300 000 Euro betragen die Umbaukosten, 180 000 werden von der Kulturbehörde getragen, der Rest über die Filmförderung und Spenden gestemmt. Für das 40 Jahre alte Kommunalkino ein Mammutprojekt. Dennoch: „Wir sind sehr glücklich, wir haben hier inmitten der Stadt genau das, was wir immer wollten“, betonte Schmid.
Am Freitag feiert das aus Walle in die Stadtmitte umgezogene Kino die große Neueröffnung mit einer Gala, Stummfilmklassikern samt Live-Musik-Begleitung (Sonnabend) sowie einem bunten „Tag der offenen Tür“ inklusive speziellem Kinderprogramm (Sonntag).
