BREMEN - BREMEN/GN - Der erste Mondglobus der Welt mit automatischer Phasenanzeige steht in Bremen. Sagt jedenfalls das Bauressort. Gestern wurde das fünf Meter hohe Lichtdesign-Objekt des Künstlers Hans-Joachim Lührs am Bremer Airport enthüllt. Mit dabei: Bausenator Jens Eckhoff (CDU), der die Idee seit Jahren unterstützt hat.

Für ihn war es der letzte öffentliche Auftritt, bevor morgen Ronald-Mike Neumeyer in der Bürgerschaft zu seinem Nachfolger gewählt werden soll. Bekanntlich zieht Eckhoff sich – erstmal – aus der Politik zurück. Dabei spielt sicherlich eine Rolle, dass er es zurzeit mit der Umsetzung seiner Ideen selbst in den eigenen Reihen ein wenig schwer hat. Und der 40-Jährige ist sich sicher, dass es durchaus förderlich ist, seinen Horizont außerhalb der Politik in der Wirtschaft zu erweitern.

Was er künftig macht, will Eckhoff immer noch nicht verraten. Erstmal enthüllte er gestern neben der Wasserfläche am Flughafen die „Lunaphase“, eine Idee, die Lührs bereits als Student 1969 angesichts der „Apollo“-Mission kam. 1989 realisierte er zunächst einen kleinen Mond für Wohn- und Büroräume. Und vor ein paar Jahren stellte er die Idee zum großen Lichtobjekt dem Bausenator und Michael Göbel, Chef der Hanseatischen Veranstaltungs-GmbH, vor. Lührs: „Schließlich ist Bremen ein Luft- und Raumfahrtstandort.“

Dank der Stiftung Wohnliche Stadt konnte die „Lunaphase“ irgendwann umgesetzt werden. Doch das dauerte, wie sich Flughafendirektor Manfred Ernst gestern Nachmittag erinnerte.

Der Mond mit einem Durchmesser von 1,80 Meter wird von einer Säule aus Edelstahl getragen. Die speziell entwickelte Technik sorgt dafür, dass stets die aktuelle Mondphase abgebildet wird. Die „Lunaphase“ zeigt den Mond mit Kratern und Landschaften. Und, so Lührs, sie zeigt auch die Rückseite, die „wir von der Erde aus nie zu Gesicht bekommen“. Per Knopfdruck gibt es direkt am Objekt einen 17-minütigen Film. Des Künstlers Wunsch: „Dass Lehrer hier eine Stunde Physikunterricht abhalten.“