BREMEN - BREMEN/CL - Die Paracelsus-Kurfürstenklinik nutzt als erste Bremer Klinik ein neuartiges Intubationssystem aus einem Video-Laryngoskop mit integrierter Kamera und einem Farbmonitor. „Das Gerät unterstützt die exakte und behutsame Platzierung des Tubus und macht die Intubation auch in schwierigen Fällen möglich“, erklärt Dr. Anna Tolle, Fachärztin für Anästhesie und Ärztliche Leiterin der Klinik, die neue Methode, die Risiken bei der Anästhesie minimieren soll.

Bei jedem operativen Eingriff in Vollnarkose gehört es zum Standard: Intubieren, das Einführen eines Schlauches, der so genannte Tubus, durch den Mund in die Atemwege zur Sicherung der Atmung während der Operation. Bei der Intubation öffnet der Narkosearzt den Mund mit einem Laryngoskop, um sich freien Blick auf die Atemwege zu verschaffen. „Dabei stehen wir gelegentlich vor dem Problem, dass die Atemwege nur teilweise oder gar nicht eingesehen werden können“, so Tolle. Als Ursache gelten anatomische Merkmale, beispielsweise vorstehende Zähne im Oberkiefer oder ein fliehendes Kinn, eine steife oder instabile Halswirbelsäule sowie erhebliches Übergewicht. Hier will die Paracelsus-Kurfürstenklinik mit großem Erfolg das neue Glide-Scope-Video-Laryngoskop zum Einsatz bringen. Mit Kamera und Farbmonitor gewährt es dem Anästhesisten unbeeinträchtigte Einsicht in die Atemwege, heißt es.

Der Vorteil des neuen Systems: Auch in schwierigen Fällen erleichtere das Videosystem den Intubationsvorgang erheblich. Patienten profitierten dabei zudem von erhöhter Sicherheit. Tolle: „Das Video-Laryngoskop steht uns sowohl für die Operation von Kindern als auch von Erwachsenen zur Verfügung.“

Mehr Informationen unter www.paracelsus-klinik.de/bremen