BREMEN - Die Klinik-Holding Gesundheit Nord zahlt Beschäftigten der vier kommunalen Krankenhäuser Mitte, Ost, Nord und Links der Weser (LdW) Prämien, wenn sie neue Mitarbeiter gewinnen. Das bestätigte Sprecher Daniel Goerke.
Seit etwa vier Wochen setzt Holding-Chef Dr. Diethelm Hansen auf das Kopfgeldprämien-Modell. Offiziell heißt das Modell „Aktive Personalgewinnung“. Mitarbeiter, die neue Fachkräfte anwerben, erhalten eine Vermittlungsprämie in Höhe von 1 000 Euro. Offenbar will die Holding so dem drohenden Pflegekräftemangel Herr werden. Für die Zahlung kommen nur Jobs aus Bereichen in Betracht, in denen wenigstens eine halbe Vollzeitstelle fehlt und die erfolglos konzernintern ausgeschrieben waren. Außerdem müssen die Stellen entweder unbefristet oder aber auf mindestens ein Jahr befristet sein, hieß es. Innerhalb von zwei Wochen muss der Werber den Erstkontakt mit dem potenziellen neuen Mitarbeiter hergestellt haben.
Klappt das nicht, wird die Stelle extern ausgeschrieben. Die erste Hälfte der Vermittlungsprämie wird zu Beginn des Arbeitsverhältnisses ausgezahlt, die zweite bei Ablauf der Probezeit. Der Holding-Sprecher: „Das Modell ist ein Teil einer ganzen Reihe weiterer Maßnahmen.“ An den beiden Integrativen Bildungszentren (früher: Krankenpflegeschulen) würden eigene Pflegefachkräfte ausgebildet. Seinen Angaben zufolge beschränkt sich das Problem des Fachkräftemangels derzeit noch auf wenige, hoch spezialisierte Bereiche, wie beispielsweise Kinderintensivschwestern. „Mittel- und langfristig wird sich das Problem in der gesamten Gesundheitswirtschaft verschärfen.“, sagte er. Das Klinikum Mitte verfügt über 2900 Pflegekräfte und Ärzte, Bremen-Nord über 900, Bremen-Ost über 2000, Links der Weser über 1500.
