• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Bremen

Medizin: Schritt in Zukunft der Notfallversorgung

02.11.2019

Bremen Es soll ein Schritt in die Zukunft der Notfallversorgung sein: Das Krankenhaus St.-Joseph-Stift und die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Bremen haben einen „gemeinsamen Tresen“ eingerichtet. Fragen und Antworten zu den Neuerungen bei den Notfallzentren:

Warum gibt es den ­„gemeinsamen Tresen“?

Die Notfallambulanzen in der Republik werden zunehmend belastet – zum Teil von Patienten, die mit (verschleppten) Krankheiten oder Leiden dorthin kommen. Ambulanzen sind aber für diese Fälle gar nicht zuständig. Daher gibt es eine Reform der Notfallversorgung in Deutschland. Kassenärztliche Vereinigungen und Krankenhäuser sollen künftig integrierte Notfallzentren (INZ) als zentralen Punkt in den Kliniken einrichten. Mit der Etablierung eines „gemeinsamen Tresens“ am 14. August als erste Anlaufstelle für Notfallpatienten haben das St.-Joseph-Stift und die KV bereits Strukturen wie ein INZ.

Wie agiert das Personal?

Geschultes Fachpersonal ermittelt anhand eines Verfahrens zur Ersteinschätzung die Dringlichkeit der Behandlung. Je nach Schwere der Erkrankung werden die Patienten dann weitergeleitet – entweder zum ärztlichen Bereitschaftsdienst der KV, ins Zen­trum für Notfall- und Akutmedizin des Krankenhauses oder an Haus- bzw. Fachärzte am nächsten Werktag.

Welchen Vorteil haben die Patienten davon?

Dank der engen Verzahnung mit den Strukturen des Krankenhauses verkürzen sich vor allem die Wartezeiten für solche Patienten, die dringend auf Hilfe in der Notaufnahme angewiesen sind. „Die zentrale erste Anlaufstelle ermöglicht die schnelle und zielgerichtete Vermittlung medizinischer Hilfe“, sagt Torsten Jarchow, Geschäftsführer des St.-Joseph-Stifts. Vorteil: Das Personal kann sich um akut Hilfebedürftige kümmern.

Was ist ein strukturiertes medizinisches Einschätzungsverfahren?

Das ist eine Software, die geschultes Fachpersonal in den Telefonzentralen und an den Tresen mit digitalen Fragebögen, direkter Auswertung und entsprechenden Handlungsvorschlägen unterstützt. So lassen sich Symptome, Krankheitsbilder, Vorerkrankungen und Risikofaktoren systematisch abfragen. Das Verfahren liefert eine Empfehlung zur Dringlichkeit und angemessenen Behandlung. Eine Diagnose wird nicht gestellt; die bleibt weiterhin einer ärztlichen Untersuchung vorbehalten. Die Software stützt sich auf 85 sogenannte Leitbeschwerden, wozu Fieber, Rückenschmerzen oder Knieverletzungen gehören. Sie können kombiniert werden mit Angaben zu Risikomerkmalen und Begleitbeschwerden.

Wie erreiche ich den „gemeinsamen Tresen“?

Die neu eingerichtete, bundesweit eingeführte Telefonnummer für die ärztlichen Bereitschaftsdienste der Kassenärztlichen Vereinigungen ist 116 117. Diese Anrufe werden dann in Bremen am „gemeinsamen Tresen“ angenommen. Direkt erreicht man diesen im St.-Joseph-Stift über den Eingang zur Notaufnahme (Schubertstraße). Öffnungszeiten sind Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag von 19 bis 7 Uhr, Mittwoch von 15 bis 7 Uhr sowie samstags, sonntags und an Feiertagen von 7 bis 7 Uhr.

NWZonline.de/gesundheit
Alles zum Thema Gesundheit finden Sie hier!

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.