BREMEN - Das Problem der Piratenüberfälle auf den Weltmeeren kann nach Auffassung der Deutschen Seemannsmission nachhaltig nur politisch gelöst werden. Die Befreiung des von somalischen Seeräubern entführten US-Kapitäns Richard Phillips durch Militärgewalt sei „eine amerikanische Taktik und nicht übertragbar auf weitere Fälle“, sagte Generalsekretär Hero Feenders am Montag.
„Wo immer Waffen eingesetzt werden, ist das ein Schritt zur Eskalation, denn auch die Piraten rüsten nach“, kritisierte der leitende Theologe des evangelischen Hilfswerks mit Sitz in Bremen. Feenders sagte, das Konvoi-Konzept der EU-Marinemission „Atalanta“ gegen die Piraten im Golf von Aden sei „vorübergehend sinnvoll“. Die internationale Gemeinschaft müsse aber die Ursachen der Piraterie an Land bekämpfen.
