BREMEN - Noch bis zum morgigen Donnerstag findet in Bremen die Fachmesse „Wärmetechnik 2008“ der Arbeitsgemeinschaft Fernwärme (AGFW) statt. Die gesamte Bandbreite des Leistungsspektrums der Branche wird kompakt in drei Tagen diskutiert.
Mit dem Standort Bremen hat sich die AGFW einen passenden Ort für eine Messe zum Thema Fernwärme ausgesucht. Denn in Bremen hat die Fernwärmeversorgung Tradition. Bereits 1927 legte die Baudeputation mit der Empfehlung, auf dem Gelände eines Krankenhauses ein Heizkraftwerk zu errichten, den Grundstein für eine Erfolgsgeschichte. Bis heute ist Fernwärme eine attraktive Heizoption – im Rahmen der Erschließung der Überseestadt. Nach kleineren Auskopplungen aus einem bestehenden Kraftwerk in Hastedt entstand erst 1957 in Bremen ein weiteres Heizkraftwerk, das als „Pioniertat“ überregionale Beachtung fand. Die Anlage sollte den kompletten Stadtteil Neue Vahr mit 30 000 Einwohnern versorgen. Der Entschluss, eine mit Fernwärme versorgte Daimler-Benz-Niederlassung in Bremen zu eröffnen, gab 1978 einen weiteren Ausbauschub: Das Erdgas-Kraftwerk in Hastedt, das bis dahin ausschließlich Strom produzierte, wurde deshalb umgerüstet auf 130 Megawatt Wärme-Auskopplung.
