BREMEN - Kunst geht ja manchmal ganz schön in die Tiefe. Ganz profan in die Tiefe geht es seit Dienstag an der Kunsthalle. Ein gewaltig großes Spezialfahrzeug war bei Nacht mit einem Schwerguttransporter angeliefert worden, ausgerüstet mit einem ebenso gewaltigen Bohrer. Allein durch die monumental wirkenden Ausmaße des Baufahrzeugs wurde deutlich sichtbar, dass es jetzt richtig losgeht mit der großen Kunsthallen-Erweiterung. Das Konzept der Bohr-Performance wirkte – im Kontrast zu den wuchtigen Ausmaßen des Geräts – minimalistisch schlicht. Einfach immer in die Tiefe sollte es gehen, Loch für Loch. Und immer gleich tief – jeweils fünf Meter nämlich. In die Löcher kommen Stahlträger. Sie haben eine tragende Rolle – sie stützen ein Korsett, das hier während der Erweiterungsarbeiten gebraucht wird. Die Kunsthalle wird links und rechts jeweils um einen Kubus erweitert. Die Anbauten, so erklärte der Architekt Peter Pütz, sollen parallel in die Höhe wachsen. Geplant ist, dass bis Ende des Jahres die Rohbauten stehen. Im Frühjahr 2010 soll dann die Ausbauphase beginnen.
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