BREMEN - Bis 2011 wollen die Grünen in jedem Stadtteil „schrittweise“ eine gemeinsame „Schule für alle“ für Schüler bis zur 10. Klasse einführen.
Das haben die Mitglieder am Montagabend fast einstimmig beschlossen. Den ursprüngliche Beschlussvorschlag, keine weiteren Gymnasien mehr zuzulassen, haben die 120 Delegierten jedoch abgeschwächt.
Jetzt heißt es: „Wir sehen keinen Bedarf für weitere durchgängige Gymnasien“. Die Gemeinschaftsschule soll nach dem Willen der Grünen den derzeit bestehenden schulpolitischen „Flickenteppich“ ersetzen. Damit liegen sie auf einer Linie mit Bildungssenatorin Renate Jürgens-Pieper (SPD), die eine „Schule für alle“ als schulpolitisches Fernziel ausgegeben hat, zugleich aber den Bestand von acht durchgängigen Gymnasien zunächst garantieren will.
Die Stadtteilschulen sollen stärker integrativ arbeiten und Gymnasial- sowie Sekundarschulzweige „miteinander verschmelzen“. Sie dürften dann auch keine Schüler mehr abgeben, sondern müssten schwächere Schüler ebenfalls zu einem Abschluss führen.
Umgehende Kritik kam aus den Reihen der Jungen Union: Rot-Grün wolle das Gymnasium „zu Grabe tragen“, sagte JU-Chef Dennis Ugurcu, eine Maßnahme die im Falle einer erneuten Regierungsbeteiligung der CDU „wieder rückgängig“ gemacht werde.
