• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Bremen

Roboter bringen Koffer selbst zum Zug

20.08.2019

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu reisen, ohne unterwegs auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein? Das ist für Menschen, die körperliche Beeinträchtigungen haben, oftmals nur Wunschdenken. Hier setzt das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Forschungsprojekt des Bremer Instituts für Produktion und Logistik an der Uni Bremen (BIBA) an. Ziel war ein Mobilitätskonzept, das Menschen mit körperlichen Einschränkungen ein selbstbestimmtes und unabhängiges Reisen ermöglicht.

„Im Zentrum unserer Überlegungen standen von Anfang an autonome Kleinstfahrzeuge, die beim Umsteigen helfen sollen“, sagt Aaron Heuermann, Leiter des Forschungsprojekts „adamo“. Schon heute fahren fahrerlose Shuttlebusse im Testbetrieb. In Fabriken und Lagern von Logistikunternehmen sind selbststeuernde, mitdenkende Versorgungsfahrzeuge unterwegs.

Die Bremer Wissenschaftler sind überzeugt: Was in der Produktion und Logistik erfolgreich eingesetzt wird, kann auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen zu mehr Lebensqualität verhelfen und sie beim Reisen unterstützen. Um zu erfahren, an welchen Stellen des Reisealltags die größten Hindernisse auftauchen, starteten sie zu Beginn des Projekts eine Umfrage. Die Auswertung brachte hervor, dass die meisten Reisenden vor allem dann Probleme haben, wenn sie mit Gepäck unterwegs sind. Sind sie auf verschiedene Verkehrsmittel angewiesen, wird es noch schwieriger.

Aus den Rückmeldungen schlossen die Wissenschaftler, dass der Bedarf nach einem Fahrzeug, das Gepäck transportieren kann, größer ist als der Bedarf nach einem Shuttle für die Reisenden selbst.

Und die sieht so aus: Ein kleines, autonomes Kettenfahrzeug steht in einer weiterentwickelten Variante an der Haltestelle bereit und lässt sich mit einem oder zwei Koffern beladen. „Dank einer altersgerechten und bedienerfreundlichen Schnittstelle kann ich dem Roboterfahrzeug dann sagen beziehungsweise mit Gesten oder per Touchscreen klarmachen, wo es die Koffer hinbringen soll – die Technik passt sich den individuellen Nutzerbedürfnissen an“, so Heuermann.

Ist der Reisende mit seinem kleinen Begleiter auf dem Bahnsteig angekommen und will in den Zug einsteigen, kann das Gerät bis direkt vor die Tür fahren und dort zum Einladen des Gepäcks seine Höhe verändern.

Momentan existiert das Konzept zwar nur in der Theorie. Doch Heuermann ist überzeugt, dass solche oder ähnliche Fahrzeuge eines Tages zum Einsatz kommen werden. „Vielleicht in fünf oder zehn Jahren.“

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.