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NWZonline.de Region Bremen

Gesundheit schon in Grundschule lernen

29.08.2018

Bremen „Schlafen ist sehr gut für den Körper, denn, wenn wir morgens zur Schule gehen, wird es für das Gehirn sehr anstrengend. Nachts kann es regenerieren“, sagt Favour (9). Sie und Patrissia (10) können eine Menge über das Thema „Gesundheit“ erzählen. Die Schüler der Klasse 4 B an der Grundschule Stichnathstraße zeigten, was sie bereits wissen, als das Konzept zum mit dem neuen Schuljahr begonnenen Einsatz von Fachkräften für Prävention und Gesundheitsförderung an Bremer Grundschulen vorgestellt wurde.

In dem dreijährigen Modellprojekt arbeiten sieben Fachkräfte an zwölf Grundschulen, an denen viele Kinder in schwierigen Lebenslagen stecken. Als erstes Bundesland kooperiert Bremen dabei mit den gesetzlichen Krankenkassen.

Das Projekt solle die Vorerfahrung an den Schulen und bei den Krankenkassen einbeziehen und möglichst auch den direkten Draht zu den Eltern herstellen, sagt Bremens Gesundheitssenatorin Eva Quante-Brandt (SPD). All das laufe bei den Gesundheitsfachkräften zusammen. Sie gestalten Schulstunden, Projekte und sind Ansprechpartner für Kinder und Eltern. Auch die Landesvereinigung für Gesundheit Bremen (LVG) und Landesvereinigung Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen sind beteiligt. Land und Krankenkassen stellen dafür jeweils 600 000 Euro zur Verfügung. Die LVG und das Gesundheitsamt Bremen koordinieren das Projekt.

Die Gesundheitsstunde weckt das Interesse der Kinder. Die beiden Schülerinnen haben die gesundheitsrelevanten Aktivitäten in ihrem Tagesablauf aufgeschrieben. Nun hängt des Werk an der Wand des Klassenzimmers. Und beschäftigt sich auch mit Ruhe und Entspannung; so ist für 13.15 Uhr ein Yoga-Spaziergang geplant. Beim Essen um 10.15 Uhr sollen bis zu drei Glas Wasser getrunken werden. Getrunken wird in der Schule auch Tee, aber möglichst ohne Zucker. Die Kinder in der Klasse wissen, was gesund ist: Vollkornbrot, Obst und Gemüse. Die Mütter sollten das einpacken; ein Kind berichtet, dass es sich das selbst mitnimmt. Die Fragen stellt keine Lehrerin, sondern Gesundheitsfachkraft Katharina Nussbaum.

Spielerisch war ihre erste Begegnung mit der Klasse: „Ich habe den Kindern einen Ball zugeworfen, sie haben ihren Namen gesagt und erzählt, was sie heute schon Gesundes gemacht haben“, sagt sie: „So habe ich erfahren, was sie unter Gesundheit verstehen und was sie schon wissen.“ Senatorin Quante-Brandt findet sichtlich Gefallen an dieser Methode, die auch Einblick in die motorische Entwicklung gibt: „Spannend ist bereits, ob die Kinder überhaupt einen Ball fangen können oder nicht. Das ist bereits ein komplexer Vorgang.“

Nussbaum erfährt noch mehr. „Ich sehe, ob das Kind vor der Gruppe frei sprechen kann“, sagt sie. Auch das Thema Gruppenverhalten wird von ihr bearbeitet, neben Bewegung und Motorik, Ernährung, Hygiene, Medienkonsum sowie Lern- und Suchtprävention.: „Die Kinder können auch zu mir kommen, wenn sie Bauchschmerzen haben oder Ruhe brauchen.“

Alles zum Thema Gesundheit finden Sie hier!

NWZonline.de/gesundheit
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