BREMEN - BREMEN - Schirme. Überall Schirme. Zum zwölften Mal lud die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen am Wochenende in ihr musikalisches Freiluftwohnzimmer zum Klassikfestival „Sommer in Lesmona“ in Knoops Garten. Wie es die Tradition verlangt, zeigte sich das Publikum bestens ausstaffiert: leckere Picknicks allerorten, bunte Decken, Tische, Stühle, Kerzen, Blumen – und in diesem Jahr ganz viele Sonnenhüte und -schirme.
Zuletzt gab es vor sieben Jahren solch ein hochsommerliches Bild auf der Anhöhe in St. Magnus. Ein ganzes Konzertwochenende mit strahlend blauem Himmel und wärmender Sonne, das war selbst Kammerphilharmonie-Geschäftsführer Albert Schmitt nicht ganz geheuer: „Wir haben gute Laune, trotz Sonnenschein“, scherzte er – waren Musiker und Publikum in den vergangenen Jahren doch darauf trainiert, binnen Sekunden die komplette Regenausrüstung über sich und das liebevoll arrangierte Picknick zu betten.
Dicht an dicht lagen die Decken entlang der Baumzonen. Auf der Wiesenmitte, auf der zur Operngala und zum Orchesterkonzert an den Abenden zuvor kein Fleckchen frei geblieben war, hätte man bequem Fußball spielen können. Nur wer besagten Schirm oder eine gute Sonnencreme hatte, ließ sich die direkte Sicht auf das Gambenensemble der Hochschule und die Bläsersolisten der Kammerphilharmonie nicht nehmen. Doch auch die etlichen hundert kleinen und großen Besucher mit eingeschränkter Sicht hatten ihren Spaß.
Frankreich stand in diesem Jahr im Mittelpunkt. Fröhliche Familien naschten vom mitgebrachten Kuchen, Quiche und Salaten. Clownin Loretta spaßte mit Klein und Groß. Wären nicht ab und an Klänge über die Wiese geweht, hätte man glauben können, man träfe sich zum Massenpicknick. Französischer Barock und Mozart versüßten den Besuchern diesen gelungenen Familientag, der mit einem Familienkonzert endete.
